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E-Reader-Test: Deutsche Kindle-Konkurrenten enttäuschen

Die bekanntesten E-Reader verkaufen Amazon und Sony. Zwei deutsche Konkurrenten, der Oyo II und der günstige Reader 3.0, kämpfen im Weihnachtsgeschäft um Marktanteile – können technisch aber nicht mithalten.

Die Verlagsgruppe Weltbild und der Buchhändler Hugendubel verkaufen den E-Reader 3.0 von TrekStor. Quelle: Weltbild
Die Verlagsgruppe Weltbild und der Buchhändler Hugendubel verkaufen den E-Reader 3.0 von TrekStor. Quelle: Weltbild

HamburgE-Reader könnten 2011 ein beliebtes Weihnachtsgeschenk sein. 240.000 Stück werden nach Prognosen der Buchhandelskette Thalia in diesem Jahr in Deutschland verkauft. Die Auswahl ist groß: Bekanntester Anbieter ist Amazon mit dem Kindle, der momentan in der vierten Version für 99 Euro verkauft wird. Sony verlangt für den Reader Wi-Fi zwar 149 Euro, bietet dafür aber im Gegensatz zum Kindle 4 einen Touchscreen.

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Aber auch zwei neue Geräte aus Deutschland sind auf dem Markt: der Oyo II von Thalia und der günstige Reader 3.0 von Weltbild und Hugendubel. Beide setzen auf andere Technik als Amazon und Sony.

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Thalia verkauft den Oyo II für 119 Euro. Hergestellt wird er von der Firma Medion. Weltbild und der Buchhändler Hugendubel bieten ihren Reader 3.0, der von der hessischen Firma TrekStor produziert wird, schon für knapp 60 Euro an. Der ist damit der günstigste E-Reader auf dem deutschen Markt.

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der beiden Lesegeräte ist das Display: Der Reader 3.0 hat einen beleuchteten Flüssigkristall-Bildschirm (LCD). Für einen E-Reader ist das ungewöhnlich und in mancherlei Hinsicht leider auch untauglich. Die Beleuchtung ist – je nach Einstellung – zu hell oder zu dunkel, sie ist außerdem ungleichmäßig. Zumindest eine stufenlose Anpassung wäre wünschenswert.

Im Dunkeln kann man auf dem Gerät zwar gut lesen – aber wer will das schon? Im Zug oder Flugzeug gibt es Leselampen, am Bett in der Regel auch. Dafür ist bei starkem Lichteinfall fast nichts mehr auf dem Display zu erkennen.

Tablets

Die Auflösung beträgt gerade einmal 800 mal 480 Pixel; zu wenig für ein sieben Zoll großes Display. Die Schrift ist leicht unscharf, was zusammen mit dem hellen Hintergrund dazu führt, dass die Augen beim Lesen schnell ermüden. Das ist nur deshalb nicht so schlimm, weil der Akku des Geräts – eben wegen des Displays – im Schnitt sowieso nur drei bis vier Stunden durchhält. Das ist dann auch einer der größten Schwachpunkte des Geräts.

Ein anderer ist die Bedienung: Die Tasten am rechten Rand des Bildschirms sind zu klein, insbesondere das Steuerkreuz. Hier drückt man regelmäßig etwas Falsches. Viel zu oft passiert nach dem Betätigen einer Taste aber auch gar nichts.

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