
DüsseldorfMehr Licht! In der düsteren Jahreszeit giert der müde Kopf nach warmen, hellen Strahlen. Und zwar nicht nach denen aus funzeligen Energiesparlampen. Der Elektronikhersteller Philips verspricht mit dem Lichtsystem Hue Abhilfe: Bei den LED-Lampen lassen sich Farbe und Helligkeit mit dem Smartphone steuern – je nach Laune und Zweck. Halten sie, was sie versprechen? Handelsblatt Online hat sie für einige Tage getestet.
Die Einrichtung des Systems ist kinderleicht: LED-Lampe in die Fassung schrauben, Funk-Steuerung in den Router stöpseln, App auf dem Smartphone installieren – das war es fast schon. Die Geräte vernetzen sich dann per WLAN selbst, eine aufwendige Konfiguration ist nicht nötig. Bei unserem Testsystem, einem handelsüblichen Telekom-Router und einem iPhone 4S, dauerte das keine zehn Minuten.
Eingeschaltet werden die Lampen zwar über den normalen Lichtschalter – sie strahlen dann weiß –, gesteuert aber über das Smartphone. Zwei Fingergesten auf dem Touchscreen, und der Raum ist in ein Tiefseeblau getaucht. Oder in ein warmes Orange. Oder ein grelles Zahnarzt-Licht. Das Spielkind im Mann freut sich, die Frau guckt irritiert.
Einige Standard-Licht-Szenarien liefert die App gleich mit: „Relax“ (Entspannen), „Concentrate“ (Konzentrieren) und „Reading“ (Lesen) etwa, dazu einige kunterbunte Farben. Zusätzlich können Verbraucher das Licht selbst gestalten, beispielsweise anhand von Farben auf Fotos. Die Werbebotschaft, dass Hue die gleiche Stimmung erzeugt wie auf einem Schnappschuss aus dem Urlaub, ist allerdings ziemlich übertrieben.
Hilfreich ist das System in Mehrzweckräumen, etwa dem Wohnzimmer. Beim Essen lässt sich das Licht angenehm runterdimmen, beim Lesen grell aufdrehen. Und ein bisschen Orange sorgt gleich für eine angenehm warme Stimmung. Sinnvoll nutzen lässt sich allerdings nur ein kleiner Teil des Regenbogen-Spektrums. Wer will sich schon fühlen wie im Aquarium?
Beschränkt sind die Einsatzmöglichkeiten auch, weil die Leuchten nur in die großen E27-Fassungen passen. In der Stehlampe neben dem Ohrensessel lassen sie sich womöglich nicht installieren. Schade, denn gerade dort möchte man zwischen Lese- und Wohlfühllicht hin- und herschalten.
Dagegen ein Pluspunkt: Die Lampen lassen sich mit einer Zeitschaltuhr programmieren und so zeitversetzt ein- oder ausschalten. Morgens zum Wecken (zur Vermeidung eines Helligkeitsschocks kann das Licht auch hochgedimmt werden); und wenn man unterwegs ist, um potenzielle Einbrecher zu verschrecken. Ganz Sicherheitsbewusste können sogar aus dem Urlaub steuern, wann das Licht angehen soll – über eine Web-Oberfläche.
Strompreiserhöhungen ab Januar 2013, Preise auf Grundlage eines Durchschnittsverbrauches von 5.000 kWh / Jahr.
Stand: 26.11.2012, Quelle: check24.de
Versorger: Infra Fürth GmbH
Tarif: infra grundversorgung HH
Bundesland: Bayern
Alter Preis: 1.361,03 Euro
Neuer Preis: 1.618,53 Euro
Differenz in Euro: 257,50 Euro
Differenz in Prozent: 18,92 %
Versorger: EMB Energieversorgung Miltenberg-Bürgstadt GmbH & Co. KG
Tarif: Grund- und Ersatzversorgung HH
Bundesland: Bayern
Alter Preis: 1.238,82 Euro
Neuer Preis: 1.474,82 Euro
Differenz in Euro: 236,00 Euro
Differenz in Prozent: 19,05 %
Versorger: Stadtwerke Borken/Westf. GmbH
Tarif: Strom Basis HH
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Alter Preis: 1.213,50 Euro
Neuer Preis: 1.445,50 Euro
Differenz in Euro: 232,00 Euro
Differenz in Prozent: 19,12 %
Versorger: Stadtwerke Straubing Strom und Gas GmbH
Tarif: Grund- und Ersatzversorgung HH
Bundesland: Bayern
Alter Preis: 1.204,76 Euro
Neuer Preis: 1.435,26 Euro
Differenz in Euro: 230,50 Euro
Differenz in Prozent: 19,13 %
Versorger: Elektrizitätsvereinigung Böbing
Tarif: Grundversorgung Eintarif
Bundesland: Bayern
Alter Preis: 1.298,31 Euro
Neuer Preis: 1.548,31 Euro
Differenz in Euro: 250,00 Euro
Differenz in Prozent: 19,26 %
Versorger: Stadtwerke Plattling
Tarif: Grund- und Ersatzversorgung HH
Bundesland: Bayern
Alter Preis: 1.140,76 Euro
Neuer Preis: 1373,76 Euro
Differenz in Euro: 233 Euro
Differenz in Prozent: 20,42 %
Das System punktet zudem mit einem niedrigen Energieverbrauch. Philips verspricht, dass die LED 80 Prozent weniger Strom als eine traditionelle Glühlampe benötigt, gleichzeitig aber so kräftig leuchtet wie eine klassische 50-Watt-Birne.
Fazit
Licht hilft, das Wohnambiente zu gestalten – das zeigt Hue eindrucksvoll. Allerdings ist der Preis für das Produkt ziemlich hoch: Eine Einzel-LED kostet rund 60 Euro, das Starterpaket mit drei Leuchten 200 Euro. Daher dürften die meisten weiter zu den klassischen Leuchtmitteln greifen, auch wenn die fahlweiß leuchten.
| Daten und Fakten | Lichtsystem Philips Hue |
| Lichtstärke | 600 Lumen (entspricht 50-Watt-Birnen) |
| Stromverbrauch | 80 Prozent weniger als „traditionelle Glühlampen“ |
| Erweiterungen | Mit einem System lassen sich bis zu 50 LED steuern |
| Straßenpreis | Starterparket 199 Euro; einzelne LED 59 Euro |
| Verkaufsstationen | Apple Store |

Dimmbare LED-Lampen gibt es auch bereits deutlich unter 60 EUR: http://www.gruenspar.de/led-lampen.html
Die Lampen werden einfach in die bestehende Fassung geschraubt und sparen fortan deutlich Energie!
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