
DüsseldorfFotografie gehört zu meinem liebsten Hobbys. So oft sehe ich im Straßenbild, in der Natur oder bei Freunden schöne Motive, die ich am liebsten gleich ablichten würde. Aber deshalb ständig die Spiegelreflexkamera nebst zweiten Objektiv und recht unhandlichem Blitz mit mir rumschleppen? Das ist mir zu mühsam. Und deshalb bleibt das Hobby dann doch oft auf der Strecke – Handykamera hin oder her.
Umso mehr habe ich mich auf das Testgerät gefreut: die Samsung Galaxy Camera. Ich bin sofort begeistert: Von vorne sieht sie aus wie eine hochwertige, stylische Kamera, von hinten erinnert sie stark an ein etwas zu groß geratenes Smartphone. Und sie passt in jede Handtasche. Ab jetzt ist sie immer dabei, so viel ist klar.
Als ich loslegen will, erlebe ich die erste kleine Enttäuschung: Es dauert etliche Sekunden – eine gefühlte Ewigkeit –, bis das Gerät hochfährt. Schnappschüsse sind also schon mal ausgeschlossen, wenn die Kamera ausgestellt ist. Schade.
Den Grundstein des Konzerns legte der Südkoreaner Lee Byung Chul bereits 1938 mit gerade einmal 25 US-Dollar in der Tasche. Er verkaufte Trockennahrung nach China. Nur ein Jahrzehnt später hatte sein anfangs kleines Unternehmen bereits eigene Getreidemühlen und Maschinen zur Herstellung von Konfekt.
1963 kauft das Unternehmen die Dongbang Lebensversicherungen auf und macht sie zur heutigen Samsung Lebensversicherung. Die Tochtergesellschaft und größter Versicherer in Südkorea ist führend bei den Aktien von Samsung Electronics.
1970 beginnt das Unternehmen Schwarz-weiß-Fernseher zu produzieren. Nur vier Jahre später erweitert es seine Palette um Waschmaschinen und Kühlschränke.
Nach dem Tod von Firmengründer Lee Byung Chul 1987 übernimmt dessen Sohn Lee Kun Hee die Geschäfte.
1999 entwickelt das Unternehmen das erste Smartphone mit Internetverbindung. Bis 2004 verkaufen sie allein in den USA 20 Millionen Handys.
2006 wird Samsung der weltgrößte Hersteller von Fernsehgeräten. 2008 übernimmt der Konzern auch die Führung auf dem US-amerikanischen Handy-Markt.
Samsung Electronics verkauft monatlich mehrere Millionen LCD Bedienungsfelder, Chips und Displays für Notebooks. Fast acht Prozent davon gehen an Apple.
Dafür kann die Galaxy-Kamera viele andere Dinge, sehr viele. Was mich wirklich begeistert: Mein neues Spielzeug überträgt die Bilder direkt in meine Dropbox und damit auf meinen Computer. Das lästige Herunterladen der Dateien – ob nun über ein Kabel, ein externes oder internes Kartenlesegerät – entfällt. Sogar mailen kann ich die Fotos direkt vom Gerät.
Für die Vernetzung sorgt das Smartphone-Betriebssystem Android. Via WLAN oder 3G verbinde ich das Gerät mit dem Internet. Das funktioniert ganz einfach. Und mit den Apps auf dem Gerät kann ich gleich Fotos bearbeiten. Auch das ist auf dem großen Bildschirm kein Problem.
Überhaupt ist mein neuestes Spielzeug selbsterklärend. Die ersten Fotos schieße ich zwar mit dem Automatik-Modus, der gute Ergebnisse liefert. Viel mehr Spaß machen mir aber die Automatik-Programme. Beeindruckende 15 Modi liefert die Galaxy-Kamera. Da gibt es zum Beispiel „Farbfülle“ für sanftere oder sattere Farben. „Gesichtstönung“ macht schön belichtete Porträts – Unebenheiten im Gesicht verschwinden wie von Geisterhand. „Sonnenuntergang“, „Feuerwerk“, „Panorama“ und „Landschaft“ sind weitere Wahlmöglichkeiten.
Und auch einen für Momentaufnahmen gibt es – wenn die Kamera an ist, sind die Schnappschüsse doch möglich! Das versöhnt mich.

"Die Bildqualität kommt an die der Fotos, die ich mit meiner Spiegelreflex mache, allerdings leider nicht heran."
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Ach du grüne Neune, da spricht der Foto"experte". Wenn wundert den sowas? 16 Mpx auf einem 1/2.3"-Sensor (5.6x4.2 mm²), da kann von "Bildqualität" keine Rede mehr sein, denn das entspricht in der Pixeldichte einer DX-Kamera von 261 Mpx oder einer FX-Kamera von 587 Mpx (in Worten fünfhundertsiebenundachtig!!!, das 16-fache einer Nikon D800). Das ist nichts als eine aufgeblasene Kompaktknipse mit völlig überzogenen Mpx-Zahlen für Internet-Spielkinder. Wie von RGS55 angemahnt, ein Vergleich mit einem Fotohandy wäre alleweil entschieden sinnvoller!

Dass eine solche Kamera kein vollwertiger Ersatz für eine Spieglereflex sein kann, sollte doch wohl jedem klar sein. Mich hätte eher ein Vergleich mit einer modernen Handy-Kamera interessiert.

Auch zu den Übertragungskosten und -zeiten kein einziges Wort. Vielleicht doch nur wieder eine Produktwerbung?
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