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„Leit-Artikel“ Samsung Galaxy Camera: Die Klick-und-weg-Kamera

Samsung hat Kamera und Smartphone gekreuzt – herausgekommen ist ein Gerät, das die Bilder gleich ins Internet übertragen kann. Jessica Schwarzer hat ihre Spiegelreflex für einige Wochen gegen die Galaxy Camera getauscht.

Knipsen, abschicken, fertig: Mit der Galaxy-Kamera von Samsung lassen sich Fotos drahtlos zu Speicherdiensten wie Dropbox übertragen.
Knipsen, abschicken, fertig: Mit der Galaxy-Kamera von Samsung lassen sich Fotos drahtlos zu Speicherdiensten wie Dropbox übertragen.

DüsseldorfFotografie gehört zu meinem liebsten Hobbys. So oft sehe ich im Straßenbild, in der Natur oder bei Freunden schöne Motive, die ich am liebsten gleich ablichten würde. Aber deshalb ständig die Spiegelreflexkamera nebst zweiten Objektiv und recht unhandlichem Blitz mit mir rumschleppen? Das ist mir zu mühsam. Und deshalb bleibt das Hobby dann doch oft auf der Strecke – Handykamera hin oder her.

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Umso mehr habe ich mich auf das Testgerät gefreut: die Samsung Galaxy Camera. Ich bin sofort begeistert: Von vorne sieht sie aus wie eine hochwertige, stylische Kamera, von hinten erinnert sie stark an ein etwas zu groß geratenes Smartphone. Und sie passt in jede Handtasche. Ab jetzt ist sie immer dabei, so viel ist klar.

Als ich loslegen will, erlebe ich die erste kleine Enttäuschung: Es dauert etliche Sekunden – eine gefühlte Ewigkeit –, bis das Gerät hochfährt. Schnappschüsse sind also schon mal ausgeschlossen, wenn die Kamera ausgestellt ist. Schade.

Die Geschichte von Samsung

  • Konzern mit langer Geschichte

    Smartphones, Fernseher, Computer, Kameras, und und und: Samsung ist einer der größten Elektronikhersteller der Welt. Die Geschichte des südkoreanischen Mischkonzerns begann Ende der 30er Jahre.

  • Trockennahrung und Getreidemühlen

    Den Grundstein des Konzerns legte der Südkoreaner Lee Byung Chul bereits 1938 mit gerade einmal 25 US-Dollar in der Tasche. Er verkaufte Trockennahrung nach China. Nur ein Jahrzehnt später hatte sein anfangs kleines Unternehmen bereits eigene Getreidemühlen und Maschinen zur Herstellung von Konfekt.

  • Umzug im Korea-Krieg

    Während des Koreakrieges (1950-53) musste Lee Byung Chul die Hauptstadt Seoul verlassen, in Busan eröffnete er eine Zuckerraffinerie. Nach dem Krieg gründete er auch eine Textilienfirma und baute eine Fabrik.

  • Lebensversicherungen

    1963 kauft das Unternehmen die Dongbang Lebensversicherungen auf und macht sie zur heutigen Samsung Lebensversicherung. Die Tochtergesellschaft ist größter Versicherer in Südkorea.

  • Fernseher und Kühlschränke

    Ende der 1960er Jahre fängt Samsung an, Elektronik zu produzieren. So kommt 1970 ein Schwarz-Weiß-Fernseher auf den Markt. Vier Jahre später erweitert der Konzern seine Palette um Waschmaschinen und Kühlschränke.

  • Telekommunikationsausrüstung

    1980 übernahm Samsung einen Hersteller von Telekommunikationsausrüstung – die Grundlage für das heutige Handygeschäft.

  • Generationswechsel und Umstrukturierung

    Nach dem Tod von Firmengründer Lee Byung Chul 1987 übernimmt dessen Sohn Lee Kun Hee die Geschäfte. Er teilte den Konzern in vier Gruppen, darunter die heute so bekannte Elektroniksparte.

  • Autotelefone und Smartphones

    In den 1980er Jahren brachte Samsung erste Autotelefone heraus. In den 1990er Jahren verkaufte der Konzern Handys, seit den 2000er Jahren auch Smartphones. Inzwischen ist Samsung der größte Anbieter in diesem Segment, noch vor Apple und Nokia.

  • Tablet-Computer und intelligente Uhren

    Apple hat mit dem iPad den Tablet-Markt geschaffen, Samsung macht dem kalifornischen Konzern mit seinen Galaxy-Tab-Geräten aber inzwischen enorm Konkurrenz. Außerdem hat der südkoreanische Hersteller mit der Galaxy Gear eine Smartwatch herausgebracht.

Dafür kann die Galaxy-Kamera viele andere Dinge, sehr viele. Was mich wirklich begeistert: Mein neues Spielzeug überträgt die Bilder direkt in meine Dropbox und damit auf meinen Computer. Das lästige Herunterladen der Dateien – ob nun über ein Kabel, ein externes oder internes Kartenlesegerät – entfällt. Sogar mailen kann ich die Fotos direkt vom Gerät.

Für die Vernetzung sorgt das Smartphone-Betriebssystem Android. Via WLAN oder 3G verbinde ich das Gerät mit dem Internet. Das funktioniert ganz einfach. Und mit den Apps auf dem Gerät kann ich gleich Fotos bearbeiten. Auch das ist auf dem großen Bildschirm kein Problem.

Überhaupt ist mein neuestes Spielzeug selbsterklärend. Die ersten Fotos schieße ich zwar mit dem Automatik-Modus, der gute Ergebnisse liefert. Viel mehr Spaß machen mir aber die Automatik-Programme. Beeindruckende 15 Modi liefert die Galaxy-Kamera. Da gibt es zum Beispiel „Farbfülle“ für sanftere oder sattere Farben. „Gesichtstönung“ macht schön belichtete Porträts – Unebenheiten im Gesicht verschwinden wie von Geisterhand. „Sonnenuntergang“, „Feuerwerk“, „Panorama“ und „Landschaft“ sind weitere Wahlmöglichkeiten.

Und auch einen für Momentaufnahmen gibt es – wenn die Kamera an ist, sind die Schnappschüsse doch möglich! Das versöhnt mich.

  • 17.01.2013, 13:11 UhrWolfsfreund

    "Die Bildqualität kommt an die der Fotos, die ich mit meiner Spiegelreflex mache, allerdings leider nicht heran."
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    Ach du grüne Neune, da spricht der Foto"experte". Wenn wundert den sowas? 16 Mpx auf einem 1/2.3"-Sensor (5.6x4.2 mm²), da kann von "Bildqualität" keine Rede mehr sein, denn das entspricht in der Pixeldichte einer DX-Kamera von 261 Mpx oder einer FX-Kamera von 587 Mpx (in Worten fünfhundertsiebenundachtig!!!, das 16-fache einer Nikon D800). Das ist nichts als eine aufgeblasene Kompaktknipse mit völlig überzogenen Mpx-Zahlen für Internet-Spielkinder. Wie von RGS55 angemahnt, ein Vergleich mit einem Fotohandy wäre alleweil entschieden sinnvoller!

  • 17.01.2013, 11:56 UhrRGS55

    Dass eine solche Kamera kein vollwertiger Ersatz für eine Spieglereflex sein kann, sollte doch wohl jedem klar sein. Mich hätte eher ein Vergleich mit einer modernen Handy-Kamera interessiert.

  • 17.01.2013, 11:54 Uhrredjul

    Auch zu den Übertragungskosten und -zeiten kein einziges Wort. Vielleicht doch nur wieder eine Produktwerbung?

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