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Postinetts Teststrecke: Steife Brise

Für die einen ist das jüngste Touchscreen-Telefon von Rim der erste echte „iPhone-Killer“, für die anderen schlicht ein „Storm“ im Wasserglas und komplettes Desaster. Zeit für ein Fazit nach ausgiebigem Test.

iPhone-Killer oder "Storm" im Wasserglas? - Blackberry Storm. Foto: dpa Quelle: dpa
iPhone-Killer oder "Storm" im Wasserglas? - Blackberry Storm. Foto: dpa Quelle: dpa

Das Gehäuse des Blackberry 9500 („Storm“) macht Rim-typisch einen sehr hochwertigen Eindruck, es ist sauber verarbeitet mit dezenten Applikationen. Das Touchscreen-Smartphone liegt satt in der Hand – das übersichtliche Nutzerinterface mit großen Icons gefällt auf Anhieb. Vier „echte“ Tasten gewähren direkten Zugang zu häufig genutzten Funktionen sowie dem Gesprächsmanagement.

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Heftig diskutiertes Markenzeichen ist das große, federnd in einer Art Wanne gelagerte Display. Drückt man darauf, senkt sich der gesamte Schirm um den Bruchteil eines Millimeters ab und lässt so das Gefühl eines echten Tastendrucks aufkommen. Reines Berühren ohne Druck löst – anders als bei der Konkurrenz – meistens keine Aktion aus, sondern dient nur der Vorauswahl der gewünschten Option. Damit sind unabsichtliche Fehleingaben oder unerwünschte Aufrufe von Webadressen durch Darüberstreichen ausgeschlossen.

In der Praxis zeigten sich allerdings Defizite. Die träge Reaktion auf Eingaben irritierte. Auswählen eines Icons mit sofortigem Durchdrücken führte manchmal nicht zum gewünschten Ergebnis – es passierte nichts. Der Lagesensor, der den Bildschirminhalt der Position anpasst, war zu langsam. Ein Firmware-Upgrade (auf 4.7.078) behob jedoch viele der Schwachpunkte und sorgte für Geschwindigkeitszuwachs, vor allem beim Lagesensor.

Untadelig: der E-Mail-Bereich. Sowohl die Arbeit mit dem Blackberry-Mailservice als auch die Integration von Web-E-Mail-Dienste ist vorbildlich gelöst. Da macht Blackberry keiner was vor. Schön: einfaches Weiterblättern in E-Mails oder Bildern durch einen seitlichen Wisch mit dem Daumen (diesmal ohne Druck) über den Bildschirm. Vergrößern funktioniert mit doppeltem Antippen. Das „Druck-Tippen“ von Texten auf der breiten Qwertz-Bildschirmtastatur ist zunächst ungewohnt, funktioniert aber sehr zuverlässig.

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