
Im März wurde Samsungs Galaxy S (GT-I9000) mit den üblichen flotten Sprüchen angekündigt. Jetzt ist es bei uns im Markt und nach zwei galaktischen Testwochen in der Umlaufbahn steht fest: Apple, wir haben ein Problem.
Es ist zwar nicht Liebe auf den ersten Blick. Das schwarze Kunststoffgehäuse mit der umlaufenden Chromapplikatien und den drei Tasten auf der Frontseite macht – zu Unrecht, wie sich herausstellt – einen fast billigen Eindruck. Unterstützt wird der Eindruck durch das geringe Gewicht von gut 118 Gramm bei 9,9 mm Dicke. Kann da überhaupt was Ordentliches drin sein?
Es kann: Der erste Blick auf den brillanten und kontrastscharfen Super-AMOLED-Bildschirm mit Vier-Zoll-Diagonale lässt jeden Zweifel vergessen. Fotos oder Videos auf dem Galaxy S werden zum HD-Hochgenuss. Da kommt Apples iPhone 4 nur mit Mühe heran. Der 1-Ghz-Prozessor mit Grafikeinheit sorgt wie beim iPhone für blitzschnell reagierende Touch-Menüs auf den sieben Startbildschirmen und flotten Programmstart.
Bei der Ausstattung wurde nicht geknausert, alle gängigen Sensoren von GPS über Lagesensor bis zu Annäherungssensor (schaltet den Berührungs-Bildschirm ab, wenn sich das Ohr nähert) sind an Bord. Die Softwareausstattung vereint das komplette Angebot des offenen Android-Marktes von Google mit einem eigenen (kleinen) Samsung App-Shop. So geht das in Ordnung: Wer den Standard bietet, darf auch gerne was Eigenes dazupacken.
Es gibt Internet-Tethering, damit kann das Galaxy als WLAN-Station fürs Web-Browser verwendet werden, einen komfortablen Universal- Texteditor für Nachrichten, SMS, Memos oder Tweets und ein Widget „Daily Briefing“, das lokales Wetter, Aktienkurse, Nachrichten und Termine anzeigt. Leider sind die Anbieter der Dienste nicht frei wählbar. E-Mail-Kommunikation ist Standard der Android-Version 2.1 und funktionierte tadellos. Spaß machte das App „Allshare“, die das Galaxy mit anderen Medien-Abspielern wie TV-Gerät oder Speicherorten wie PCs verbindet. Ein HD-Video wandert dann drahtlos auf den vernetzten Flachbildschirm. Bei einem Vista-PC bereiteten allerdings die Netzwerkeinstellungen von Windows im Test permanent Verbindungs- und Freigabe-Probleme, aber das kennt man ja. Einziges echtes Problem im Test: Der Augmented-Reality-Browser „Layar“, der Kamera-Bilder der Umgebung mit Informationen aus dem Web anreichern soll, verweigerte den Dienst.
Fazit: Zwei Wochen war Samsung Galaxy S im Einsatz gegen das Redaktions-iPhone 4 und HTCs Google Nexus One (ebenfalls mit Android). Das Ergebnis ist klar: Apple muss sich umschauen und das Android-Lager hat eine neue Referenzklasse. Für rund 400 Euro ohne Mobilfunkvertrag ist das Galaxy auf jeden Fall eine Überlegung wert. Selbst für Apple-Fans.
Axel Postinett berichtet für das Handelsblatt über Technik-Trends.
Das ist sowas von herrlich, wie die APPLE-Fans sich aufregen, wenn etwas anderes einfach mal besser und günstiger ist als das von ihrer Religion hervorgebrachte Produkt.
ich habe selber lange ein iphone gehabt - bin aufs galaxy umgestiegen. Weil's einfach für weniger geld mehr bietet. Sorry, aber auch wenn ich Apple-Produkte mag, ist das einfach mal so.
Was mich an Apple allerdings ankotzt: Steve könnte nen Sch***haufen mit Apple-Logo auf die bühne legen - die Fans würden dafür nen 3-Jahresvertrag mit monatlich 90€ Grundgebühr unterschreiben. Das beweist, dass es sich halt eben doch um eine Religion handelt.
Und wieder ein iPhone-Killer, schmunzel...
Durch die bank fällt den Medien einfach kein anderer begriff ein, wenn es um das nächste tolle Non-Apple-Smartphone geht.
Traurig und einfallslos! Da geht doch mehr, oder?
Hallo. Die gesamte Diskussion ist eigentlich überflüssig - letztendlich entscheidet der Geschmack des jeweiligen Nutzers über das Smartphone. ich persönlich würde mir das Samsung nicht kaufen das es mir zuviel Plastik hätte - von den technischen Daten her ist es sicher nicht schlecht. ich denke die Leistung der meisten neueren Smartphones ist auf sehr hohem Niveau, egal ob Apple, Samsung, HTC oder SonyEricsson. Persönlich bin ich seit etwa 4 Monaten besitzer eines HTC Desire und muss sagen, das ich äusserst zufrieden damit bin.
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