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Sim City im Test: Schade, schade, kein Häusle baue

Mit dem jüngsten Teil seiner legendären Serie Sim City machen Maxis und EA sehr viel richtig – nur das Wichtigste nicht: Das Aufbauspiel ist wegen der anhaltenden technischen Probleme noch nicht sinnvoll spielbar.

Sim City Das Aufbauspiel in Bildern

Knapp 20 Minuten Wartezeit: Überlastete Server sind derzeit das größte Problem des Spiels.

Bild: Screenshot

BerlinErdbeben, Meteoriteneinschläge oder Großbrände - einen Bürgermeister im neuen Sim City können derartige Katastrophen nicht ernsthaft erschüttern. Ihn bringen andere Notlagen ins Schwitzen. Etwa die kleine rote Fehlermeldung links oben: "SimCity-Server abgestürzt. Versucht, eine neue Verbindung herzustellen." Denn in diesem Augenblick kann nahezu alles passieren. Das Programm kann abstürzen, anschließend kann es lange keine Möglichkeit geben, neu zu starten und mit sehr viel Pech ist auch noch das einzige, automatisch angelegte Savegame gelöscht und stundenlange "Spielarbeit" war umsonst. Oft passiert glücklicherweise trotz Fehlermeldung nichts, und das Symbol verschwindet einfach wieder – aber gut fühlt sich das nicht an.

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Trotz der Beteuerungen von Electronic Arts und Maxis, dass sich die Lage dank zusätzlicher Server und erster Updates spürbar bessern würde, gibt es gut eine Woche nach dem Start von Sim City noch immer ernsthafte Probleme. Unser Eindruck aus den vergangenen Tagen: Während der Betrieb des Aufbauspiels am Wochenende zwischendurch tatsächlich besser lief, war die Lage am Montagabend, ungefähr wie in den Tagen davor, wieder unzumutbar. Lange Wartezeiten und Verbindungsabbrüche waren eher die Regel als die Ausnahme – auch die offiziellen Foren sind nach wie vor voller Beschwerden.

Computerspiele

Ursache des Problems: In Sim City ist der intensive Austausch von Daten mit den EA-Servern keine zusätzliche Option, wie es etwa beim typischen Multiplayermodus der Fall ist. Stattdessen ist die Multiplayerkomponente spürbar tief in das Spiel integriert – wir lassen es dahingestellt, ob das aus Kopierschutzgründen so ist, oder ob die Designer da tatsächlich einer Vision gefolgt sind. Für uns und für die meisten Spieler ist Sim City zwar ein klassisches Einzelspielergame, aber man könnte sich von tollen neuen Ideen ja trotzdem verführen lassen...

Glücklicherweise können wir in Sim City trotz der Multiplayerelemente auch ganz für uns als Baumeister tätig werden. Dann müssen wir bei der Erstellung eines Spiels die Option "Private Region" aktivieren – schon kann kein ungebetener Gast in unser Gebiet stolpern. Was dann nach dem Spielstart folgt, ist im Prinzip bereits aus den Vorgängern bekannt – und das ist positiv gemeint: Sim City fühlt sich ganz ähnlich an wie die älteren Titel der Serie. Wir legen erst ein Netz von Straßen an, weisen dann Grundstücke für Wohnungen, den Handel und die Industrie aus. Wir platzieren einen Wasserturm für die Wasserversorgung, ein Windrad für den Strom und eine Reihe weiterer Gebäude für die Infrastruktur so, dass die Anwohner möglichst wenig davon gestört werden.

Hier offenbaren sich allmählich auch die Unterschiede zu den Vorgängern. So verlegen wir gleichzeitig mit den Straßen auch Wasser- und Abwasserrohre sowie Stromleitungen, um die wir uns schlicht nicht weiter kümmern müssen. Wenn wir den Wasserturm aufbauen wollen, ist außerdem plötzlich die Karte in unterschiedlichen Blautönen eingefärbt. Dunkelblau steht für einen prima Grundwasserspiegel, hellblau deutet auf Probleme hin - es ist praktisch unmöglich, das Ding am falschen Ort zu platzieren.

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