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27.05.2008 

Auch wenn die einzelnen Neuentwicklungen oft nur wenige Monate zusätzliche Lebenszeit für Krebspatienten bringen, summieren sich die kleinen Fortschritte doch zu einer insgesamt positiven Entwicklung. Nach Daten des amerikanischen Pharma-Verbandes PhRMA sind in acht der zehn wichtigsten Krebsarten inzwischen die Sterblichkeitsraten rückläufig. "Wir machen kleine Schritte, aber es geht in die richtige Richtung", bewertet Axel Ullrich, der Direktor des Max-Planck-Instituts für Biochemie, die Entwicklung in der Onkologie.

Ullrich wirkte unter anderem maßgeblich an der Entwicklung der Krebsmittel Herceptin und Sutent mit und gilt damit als einer der Wegbereiter für so genannte zielgerichtete Krebsmittel. Deren Wirkprinzip besteht darin, dass sie fehlerhafte chemische Signalwege blockieren, die für das unkontrollierte Wachstum von Krebszellen verantwortlich sind.

Da bei Krebszellen in der Regel mehrere solcher Signalkaskaden aus dem Ruder gelaufen sind, bleibt die Suche nach neuen Angriffspunkten eine wichtige Aufgabe. Einige Hoffnung verbinden Forscher daher mit Wirkstoffen, die sich gegen solche auf neu entdeckte Signalmoleküle wie den "Her3"-Rezeptor oder das Protein "mTOR" richten. Die meisten dieser Projekte befinden sich aber noch in einem frühen Forschungsstadium.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Gezieltere Therapien

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