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04.07.2008 
Allergie

Hyposensibilisierung wird immer schneller

Gute Nachrichten für Allergiker: Neue Methoden zur Hyposensibilisierung reduzieren die Behandlungszeit bei Allergien erheblich. Allerdings muss die Therapie in der beschwerdefreien Saison erfolgen. Denjenigen, die den Termin verpasst haben, versprechen Medikamente Linderung.

Laufende Nase, juckende Augen: Allergiker leiden im Frühjahr und Sommer besonders. Foto: apLupe

Laufende Nase, juckende Augen: Allergiker leiden im Frühjahr und Sommer besonders. Foto: ap

HB BERCHTESGADEN. Mittlerweile reichten für die sogenannte spezifische Immuntherapie bereits vier Injektionen aus, sagt der Allergologe Gerd Schauerte vom Asthmazentrum Berchtesgaden. Dennoch bleibe es utopisch, schnell noch vor dem Sommerlaub zum Arzt gehen zu wollen, um seinen Heuschnupfen wegspritzen zu lassen.

Wenn die typischen Heuschnupfenbeschwerden wie das lästige Naselaufen und Augenbrennen bereits eingesetzt haben und die Pollensaison in vollem Gange ist, funktioniert laut Schauerte eine Hyposensibilisierung grundsätzlich nicht mehr. Vielmehr müsse diese Art der Therapie in der beschwerdefreien Saison durchgeführt werden. "Am sinnvollsten ist ein Therapiebeginn nach Ende der saisonalen Beschwerden", erklärt der Arzt.

Wer den Termin verpasst habe und seinen Urlaub dennoch halbwegs beschwerdefrei genießen wolle, könne auf wirksame Akutmedikamente zurückgreifen. Neben Augentropfen und Nasenspray empfiehlt Schauerte auch Antihistaminika in Tablettenform. Deren Wirkung bestehe darin, das Histamin, das bei allergischen Reaktionen freigesetzt werde, abzufangen. Somit werde es daran gehindert, Entzündungsprozesse anzukurbeln und die damit verbundenen Beschwerden wie Heuschnupfen und juckende Augen auszulösen.

Allergiker sollten zudem den Urlaubsort besonders sorgfältig aussuchen. "Am besten wäre ein allergikerfreundliches Hotel in den Bergen", empfiehlt Schauerte. In entsprechenden Höhenlagen ab 1.000 Metern gebe es nämlich kaum Hausstaubmilben, weniger Schimmelpilzsporen und Schadstoffe in der Luft - und vor allem sehr viel weniger Pollen. Außerdem gebe es für Kinder und Jugendliche mit Allergie auch eine Reihe von Rehabilitationsangeboten in den Bergen, die von den Krankenkassen anerkannt seien.

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