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10.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 16:17 Uhr 

Noch nicht ganz klar ist, wie viele Neugeräte sich zu den niedrigen Preisen tatsächlich verkaufen lassen. Apple will im laufenden Jahr weltweit zehn Mill. iPhones absetzen. Analysten rechnen bereits damit, dass dieses Ziel übertroffen wird. Gene Munster von Piper Jaffray kann sich laut Nachrichtenagenturen für 2008 eine Verkaufszahl von 12 Mill. bis 14 Mill. Einheiten vorstellen. Für 2009, wenn das iPhone in 70 Ländern vertrieben wird, rechnet er sogar mit einem Absatz von 45 Mill. Geräten.

Für die Telekom könnte sich Apples Offensive laut einer Meldung der Agentur Dow Jones vorteilhaft auswirken. LBBW-Analysten zufolge ist es T-Mobile „offensichtlich“ erneut gelungen, sich die Exklusivrechte für das UMTS-iPhone in Deutschland zu sichern. Zusätzlich bringe T-Mobile das Gerät in den Niederlanden, Österreich und einigen osteuropäischen Ländern auf den Markt, allerdings nicht mehr als Exklusivpartner für Apple. Der Deal sei positiv für T-Mobile, auch wenn bisher der direkte Effekt des iPhones auf Umsatz und Ertrag gering ausgefallen sein dürfte, heißt es. Der eigentliche Nutzen liege darin, Kunden in die T-Mobile-Shops zu „locken“, um ihnen dann das teure iPhone, oder in den meisten Fällen ein anderes Gerät, anbieten zu können. Die Experten rechnen für die kommenden Quartale mit einigen Hunderttausend verkauften iPhones in Deutschland, auch wenn die genauen Preise noch nicht bekannt seien.

Nach Einschätzung von J.P. Morgan-Analysten baut Apple mit dem iPhone3G seinen Vorsprung gegenüber Nokia aus. Es sei wenig wahrscheinlich, dass die Finnen vor dem ersten Quartal 2009 ein vergleichbares Gerät auf den Markt bringen, hieß es gegenüber Dow Jones. Apple verschaffe sich eine ausgezeichnete Wettbewerbsposition mit seinem neuen Gerät, das unter anderem auch mit einer längeren Akku-Laufzeit überzeuge.

Die J.P. Morgan-Experten halten es ferner für wahrscheinlich, dass Infineon als vermutlich wichtigster Chiplieferant für das neue iPhone deutlich vom Verkaufserfolg des Gerätes profitieren könnte. Die Volumenstrategie von Apple könnte sich auszahlen. Sollte es Apple 2009 gelingen, 20 Mill. iPhones zu verkaufen, würden die Erlöse von Infineon um 400 Mill. Dollar steigen, sagten die Experten.

Die Vereinbarung zwischen Vodafone und Apple zur Markteinführung der neuen UMTS-Version des iPhones ist nach Ansicht eines von Dow Jones zitierten Analysten eine gute Nachricht für beide Unternehmen. „Die Preisgestaltung sieht allem Anschein nach besser aus und die Anwendungsmöglichkeiten sind dank der UMTS-Technologie zahlreicher geworden“, so der nicht genannte Experte. Die Zusammenarbeit versetze zudem beide Gesellschaften in die Lage, die Verbreitung des Mobiltelefons auf verschiedenen Märkten zu fördern.

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