Nokias
Vorstoß entspricht der Strategie des Handy-Riesen. Nokia
-Chef
Olli-Pekka Kallasvuo sagte bereits im vergangenen Herbst dem Handelsblatt, dass sein Unternehmen zu einer "Internet-Company" werde.
Die Mobilfunkbetreiber stehen der neuen Ausrichtung von Nokia
und Co. skeptisch gegenüber. Die Handy-Hersteller dringen in ihre Domäne ein, dem Verkauf von Musik, Spielen und anderen Inhalten. "Es hat eine Machtverschiebung gegeben: Früher waren die Telekom-Konzerne
die Riesen, heute ist es Nokia", meint Telekom-Analyst
Anders Elgemyr von der Glitnir Bank in Stockholm.
Offen wollen sich die Telekom-Konzerne nicht mit dem Handy-Riesen aus Finnland anlegen, doch hinter vorgehaltener Hand gibt es Kritik. Kein Wunder, denn die Mobilfunkbetreiber fürchten, über kurz oder lang auf eine simple Rolle als Betreiber technischer Infrastruktur reduziert zu werden.
Der Start von Nokias
N-Gage-Plattform ist von Spielefans zunächst verhalten positiv aufgenommen worden. Allerdings wurde in Foren bemängelt, dass die Downloads bis zu 40 Minuten dauerten. Die Spiele kosten per Download zwischen sieben und zehn Euro. Preiswerter geht es mit einem Kurzzeit-Abo: Für rund zwei Euro kann man ein Spiel einen Tag lang testen, für bis zu fünf Euro gibt es ein Wochenabo. Zum Start stehen etwa 30 Spiele zur Verfügung, bis Ende dieses Jahres sollen es doppelt so viele sein.

