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06.08.2008 

Die meisten Sensorbildschirme werden in Japan, Taiwan und China hergestellt, von Firmen, deren Namen im Westen kaum bekannt sind. Zu ihnen gehören etwa Nissha Printing, Wintek und Truly Semiconductors. In Deutschland war die Balda AG über ihr Joint-Venture mit dem chinesischen Hersteller TPK an der Entwicklung der Berührungssensorik für das iPhone beteiligt - auch wenn dies offiziell nicht bestätigt wird. In den USA stellt Synaptics Bildschirme für Handys her, während 3M größere Displays produziert, wie sie etwa bei Geldautomaten zum Einsatz kommen. Das Unternehmen Cypress Semiconductor stellt Chips her, die die Sensoren steuern.

Das iPhone hat die fortschrittliche Technik des "kapazitiven Touchscreens" mit einem Schlag bekannt gemacht. Diese Displays sind zwar vier Mal so teuer wie die herkömmlichen "resistiven Touchscreens", unterstützen dafür aber die "Multitouch-Funktion": Der Bildschirm kann auf mehrere gleichzeitige Berührungen reagieren. Das iPhone nutzt diese etwa dazu, um den Bildschirminhalt vergrößert darzustellen - dieser wird gezoomt, indem zwei Finger auf dem Display auseinandergezogen werden.

Expertin Colegrove schätzt, dass sich die Auslieferung der kapazitiven Touchscreens in diesem Jahr auf 35 Millionen mehr als verdreifachen wird. Die resistive Technik bleibt aber weiter aktuell, das sie besonders gut für die Stiftbedienung geeignet ist. Colegrove erwartet, dass es demnächst auch E-Book-Lesegeräte mit Touchscreen geben wird.

Die Technik sei ideal für möglichst große Displays bei kleinen Gerätegrößen, sagt Hsu und fügt hinzu: "Es gibt keinen Platz mehr für Tasten."

Kurz erklärt

Touchscreens wandeln Berührungen auf dem Bildschirm in elektrische Signale um, die zur Bedienung von Handys oder anderen Geräten genutzt werden. Dabei kommen im Wesentlichen zwei unterschiedliche Techniken zum Einsatz:

Ein resistiver Touchscreen besteht aus zwei Flächen mit einer Indium-Zinn-Oxid-Beschichtung. Wird der Bildschirm berührt, kommen die beiden Schichten zusammen. Der elektrische Widerstand (daher die Bezeichnung resistiv) an der Berührungsstelle verändert dort die Spannung, was die genaue Ortung dieses Punktes ermöglicht.

Ein kapazitiver Touchscreen verwendet eine Sensorschicht unter einer schützenden Glasscheibe. Die elektrisch leitende Schicht ist so empfindlich, dass sie bereits die Annäherung eines Fingers oder eines anderen Objektes registriert. Ebenso können auch mehrere Berührungen gleichzeitig erfasst werden.

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