Deutsche Telekom, die Drogeriemarktkette DM, Frosta, Henkel, Tetra Pak und Tchibo machen mit. Im Test sind Toilettenpapier, Duschgel, Waschmittel, Verpackungsklebstoff, tiefgekühlte Wildlachs-Tagliatelle, Ökokaffee, Getränkekartons sowie Hardware und Netzlösung für ein Telekom-Produkt. Die Firmen könnten Emissions- und Kostenminderungspotenziale erschließen und die Vermarktung klimabewusster Produkte erproben, heißt es. In Großbritannien haben 15 Unternehmen eine solche Analyse bereits abgeschlossen und werben inzwischen offensiv mit den danach erfolgten Emissionsreduzierungen.
In Deutschland gehen vor allem drei Konzerne bei der Ermittlung ihrer gesamten Emissionen voran. Der Chemiekonzern BASF
legte im Frühjahr als erstes Unternehmen der Welt eine umfassende CO2-Bilanz vor. In diese wurden sowohl die Emissionen bei der Versorgung mit Rohstoffen und Vorprodukten einbezogen als auch emissionsmindernde Effekte von BASF
-Produkten wie Dämmstoffen. Insgesamt können mit Produkten des Konzerns laut BASF
dreimal mehr Treibhausgas-Emissionen vermieden werden, als bei der Herstellung anfallen.
Außer BASF
gehen auch der Versicherungskonzern Allianz
und die Deutsche Telekom in eine ähnliche Richtung. So kooperiert die Allianz
seit 2007 mit dem WWF, um binnen drei Jahren eine Messmethode für den CO2-Ausgleichsbedarf von Versicherungen, Krediten und Anlageprodukten zu finden. Dann soll das Portfolio des Konzerns daran ausgerichtet werden. Eine echte Herausforderung, die anzugehen einen Wettbewerbsfaktor darstellt, wie Allianz
-Vorstand Joachim Faber dem Handelsblatt sagte.
Auch die Deutsche Telekom arbeitet an einer CO2-Bilanz. Das Unternehmen, das für 0,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs verantwortlich ist, rechnet sich schon seit Mitte der 90er-Jahre die bei der Erzeugung des von ihr benötigten Stroms entstehenden Treibhausgasemissionen an.
