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22.06.2007 

Auch beim Konkurrenten Oxford steht das Thema ganz oben auf der Tagesordnung. „Wir haben gerade einen neuen Pflichtbaustein für alle Teilnehmer des MBA-Programms entwickelt“, erklärt Clare Fisher, Sprecherin der Said Business School der Universität Oxford. „Dieser 21st Century Challenges genannte Block wird sich mit den komplexen, sozial vertrackten und scheinbar unlösbaren Problemen dieser Zeit beschäftigen. In jedem Jahr gibt es ein Leitthema. In diesem Jahr ist es Klimawandel und Energiesicherheit.“

Teil von „21st Century Challenges“ ist eine große zweitägige Konferenz, die am 9. und 10. September stattfinden wird, und zu der die Schule Vertreter verschiedener Unternehmen wie Suez, Morgan Stanley, Sumitomo Bank, aber auch von Nichtregierungsorganisation und anderen einlädt.

An der spanischen Top-Business School IESE (Barcelona/Madrid) sind es neben einigen Dozenten vor allem die MBA-Studenten, die sich mit dem Thema beschäftigen. Der seit 2001 bestehende Responsible Business Club veranstaltete in diesem Jahr bereits zum vierten Mal die „Doing Good and Doing Well Conference“, auf der Anfang März auch Nobelpreisträger Muhammad Yunus auftrat. Neben der Erderwärmung waren Wind- und Solarenergie, Treibstoffzellen, Biomasse, und Wirtschaftliche Aspekte des Recycling Programmpunkte.

An der Schweizer Top-Schule IMD scheint es vor allem der deutsche Management-Professor Ulrich Steger zu sein, der das Thema Umwelt dauerhaft verankert hat. Steger, der auch Honorarprofessor an der TU Berlin ist, ist in Deutschland kein Unbekannter: Bereits als Bundestagsabgeordneter, hessischer Wirtschaftsminister und Vorstandsmitglied bei VW hat er sich mit Energie- und Umweltfragen beschäftigt. An der Management-Schule IMD hat sich Steger in verschiedenen Forschungsprojekten und Fallstudien mit dem Themenkomplex beschäftigt; ein eigenes „Forum for Corporate Sustainability Management“ bringt mehr als 30 Unternehmen zusammen, darunter ABB, BASF, Bayer, Coca-Cola, Eon, Hoffmann-La Roche, Microsoft, Nestle, Novartis, PricewaterhouseCoopers, RWE, Shell und Unilever.

Einen so spektakulären wie werbewirksamen Ausdruck fand das IMD-Umweltbewusstsein in einer Ankündigung vom Frühjahr dieses Jahres. „Als wohl erste Business School weltweit hat sich das IMD entschlossen, „carbon neutral“ zu gehen“, kündigte IMD-Präsident Peter Lorange an. Das IMD wird zukünftig für alle CO2-Emissionen der Hochschule und ihrer Dozenten auf Dienstreisen Zertifikate der gemeinnützigen Organisation Carbonfund.org erwerben. Für die 2 700 Tonnen CO2, für die die Business School pro Jahr verantwortlich ist, sollen nun 8 000 Bäume in Indien und Nepal gepflanzt werden.

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