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18.09.2007 

Der britische Indexanbieter FTSE geht ähnlich vor, schließt für die Aufnahme in seinen Nachhaltigkeitsindex FTSE4Good jedoch einige Geschäftsfelder aus: Produzenten von Tabak oder Waffensystemen, Eigentümer oder Betreiber von Kernkraftwerken und Anlagen zur Urangewinnung und -herstellung sowie Unternehmen, die strategische Elemente oder Dienstleistungen zur Herstellung nuklearer Waffensysteme liefern, haben im Index nichts zu suchen. Deutsche Unternehmen wie BMW, Volkswagen oder SAP sind übrigens sowohl im DJSI als auch im FTSE4Good vertreten.

Wesentlich kleiner als DJSI und FTSE4Good ist der Natur-Aktienindex (NAI), der 30 kleinere- und mittlere Unternehmen aus der ganzen Welt enthält, die als Öko-Vorreiter gelten. Betreut wird der NAI von der Securvita, einer Hamburger Gesellschaft zur Entwicklung alternativer Versicherungskonzepte und Anbieter des Ökofonds Green Effects.

Vor rund zehn Jahren wurde der NAI von Max Deml, dem Herausgeber des Informationsdienstes Öko Invest, und der Zeitschrift Natur & Kosmos aus der Taufe gehoben. Nach Rechtsstreitigkeiten mit dem NAI-Lizenznehmer Securvita führt Deml seinen Index seit etwa vier Jahren parallel zum NAI unter dem Namen nx-25 weiter.

Doch egal, nach welchen Kriterien die Indexanbieter ihre Aktien auswählen, unterm Strich schneiden alle Nachhaltigkeitsindizes erfolgreich ab. Denn Nachhaltigkeitsindizes entwickeln sich besser oder mindestens genauso gut wie herkömmliche Börsenbarometer, das belegt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Dafür wurden die 29 bekanntesten nachhaltigen Aktienindizes der Welt untersucht und mit den ihnen als Vergleichsmaßstab zugeordneten klassischen Aktienindizes verglichen. Allerdings ist das Anlagerisiko teilweise höher, da die Indizes wegen ihres je nach Definition verengten Branchenspektrums oder der Aufnahme kleinerer und volatilerer Werte stärker schwanken können, heißt es.

Von der guten Rendite der Nachhaltigkeitsindizes können Anleger auf verschiedene Weise profitieren: Zum einen erleichtert ein Blick auf die jeweilige Aktienauswahl eines Indexes die eigene Suche nach einer Perle fürs Depot. Zum zweiten lässt sich der Erfolg von so genannten Nachhaltigkeitsfonds durch einen Vergleich mit einem ähnlich zusammengesetzten Nachhaltigkeitsindex messen. Und zum dritten werden auf die verschiedenen Nachhaltigkeitsindizes Zertifikate begeben, bei denen die Rückzahlung an die Entwicklung eines dieser Indizes gekoppelt ist.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Fallstricke, die Anleger beachten sollten

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