Auf Deutschland entfielen nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 2006 noch 17 Prozent der Neuinvestitionen für Windanlagen. 2007 sei dieser Wert auf nur noch zehn Prozent gesunken.
Mit höheren Förderungen können die Betreiber von Windanlagen an Land allerdings nicht rechnen. Nach der EEG-Novelle, deren Entwurf das Bundeskabinett Anfang Dezember gebilligt hat, soll die Förderung ebenso zurückgeführt werden wie die der Photovoltaik.
Umweltminister Gabriel setzt zwar weiter auf einen Ausbau der Windkraft, dies aber vor der deutschen Küste. Große Windparks sollen dort effizienter Strom produzieren. Auch hier hat das Ministerium ehrgeizige Pläne. Bis 2025 sollen solche Windparks mit einer Leistung von 20 000 bis 25 000 Megawatt (MW) installiert sein – damit würden sie alleine schon 15 Prozent des heutigen Stromverbrauchs decken.
Branchenvertreter halten dies aber für unrealistisch. Ein hochrangiger Eon-Manager verweist darauf, dass vor Borkum jetzt gerade einmal die erste Pilotanlage entstehe – mit einer Leistung von nur 60 MW. Bei einer Leistung von fünf Megawatt je Windrad seien aber tausende Anlagen nötig, um die Ziele zu erreichen.
Der Gesetzgeber mache die Erreichung dieses Ziels nicht leichter, sagt die Führungskraft: Während im Ausland die Anlagen vergleichsweise dicht an der Küste errichtet werden dürften, seien in Deutschland die Auflagen hoch: Der Park entstehe über 30 Kilometer vor der Küste, bei einer Wassertiefe von 40 Metern: „Man muss erst mal schauen, ob das funktionieren kann.“
Lesen Sie weiter auf Seite 3: Neue Impulse setzen.
