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13.10.2008 
Kundenansturm bei den Heizölhändlern

Benzin so billig wie seit Jahresbeginn nicht mehr

Deutsche Autofahrer können Verluste am Aktienmarkt ein Stück weit an den Tankstellen gutmachen: Der Benzinpreis ist auf den niedrigsten Stand seit Jahresbeginn gefallen.

ap HAMBURG. Ein Liter Superbenzin kostete am Montag im Durchschnitt 1,32 bis 1,35 Euro, wie Sprecher der Mineralölindustrie der Nachrichtenagentur AP mitteilten. Zuletzt war Benzin zum Jahreswechsel so günstig.

Diesel kostete 1,24 bis 1,28 Euro. So niedrig war der Preis zuletzt Ende 2007. Offen ist, wie lange die Niedrigpreise anhalten: Das Rettungspaket für die Finanzmärkte ließ außer den Aktienkursen am Montag auch den Ölpreis steigen.

Ein Aral-Sprecher führte den Preisrückgang bei Benzin und Diesel auf den zuletzt stark gefallenen Ölpreis zurück. Am Freitag hatte das Barrel Öl (159 Liter) weniger als 80 Euro gekostet, fast eine Halbierung des Spitzenpreises vom Juli. Nach der Ankündigung milliardenschwerer Rettungspakete europäischer Länder für die Finanzbranche aber machte der Ölpreis einen Satz in die Höhe von 4,28 Dollar auf 81,98 Dollar. Händler sprachen von neuem Optimismus im Markt.

Außerdem haben die in der Opec zusammengeschlossenen Ölförderländer eine Sondersitzung im November angesetzt. Bei dem Treffen in Wien könnte die Fördermenge gedrosselt werden. Gegenüber dem Rekordpreis des 11. Juli mit 147,27 Dollar ist der Ölpreis um 45 Prozent gefallen.

Niedrige Preise treiben auch die Heizölkunden angesichts des nahenden Winters zu den Händlern. "Das Geschäft brummt", sagte der Aral-Sprecher. Im Bundesdurchschnitt kostete ein Liter Heizöl vergangene Woche 79 Cent, wie der Hamburger Fachdienst EID mitgeteilt hatte. Laut EID lag der Heizölpreis seit April nicht mehr so niedrig.

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