Große Unsicherheit gibt es auch beim Thema Reifen. Regelmäßig taucht die Frage auf, ob die besseren Reifen an der Vorder- oder Hinterachse montiert sein sollten. Doch während einige argumentieren, dass die besseren Reifen zur Übertragung der Lenkkräfte vorne sein sollten, raten die Experten Anderes: "Die besseren Reifen werden hinten montiert", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer in München. Denn die Hinterachse ist für die Spurführung zuständig. Stimmt hinten die Bereifung nicht, bestehe bei Notbremsungen im Extremfall die Gefahr "dass man sich mit dem Fahrzeugheck selbst überholt".
Und natürlich werden von Autofahrern auch Tipps zum richtigen Verhalten in Gefahrensituationen eingeholt - zum Beispiel bei Aquaplaning. Die Lösung lautet, möglichst wenig zu tun: Also kein wildes Gekurbel am Lenkrad, kein Schalten und auch kein Tritt aufs Gaspedal. "Der Fahrer sollte auskuppeln, das Lenkrad gerade halten, den Fuß vom Gas nehmen und nicht bremsen", fasst Maximilian Maurer zusammen. Gerade das panische Drehen am Lenkrad könnte böse Folgen haben: Wird die Fahrbahn plötzlich wieder griffig, fährt der Wagen spontan in die Lenkrichtung und die Fahrt endet in der Leitplanke.
Die merkwürdige Sieben-Grad-Regel
Seit geraumer Zeit versuchen Verkehrsexperten und Reifenhersteller die Autofahrer zum Einsatz von Winterreifen zu überreden. In diesem Zusammenhang kursiert auch die sogenannte Sieben-Grad-Regel: Es wird behauptet, unterhalb von Temperaturen um sieben Grad sollte auf Winterreifen umgerüstet werden. Tatsächlich handelt es ich dabei nicht um eine "offizielle" Regel. Man versucht vielmehr, diesen Wert in die Öffentlichkeit zu bringen, um ihn in den Köpfen der Menschen zu verankern. "Damit will man darauf hinweisen, dass es bei durchgängigen Temperaturen um sieben Grad nicht mehr weit ist bis zu Null Grad", sagt Gert Schleichert vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Und dann wäre wirklich die Zeit für Winterreifen gekommen.
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