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20.10.2008 
Der Vorreiter der Sportcoupés

Ford Capri: Fast ein kleiner Mustang

Obwohl der Ford Capri als Vorreiter der Sportcoupés aus den 70er Jahren gilt, hat bis heute erst ein kleiner Kreis von Enthusiasten den Stellenwert des Autos erkannt, dessen Produktion vor 40 Jahren begann. Wer ein Bild des "Fastback"-Coupés sieht, erkennt die chrakteristische hintere Seitenlinie dennoch auf Anhieb.

Ford CapriLupe

Heute ein Klassiker: Der Ford Capri III ist allerdings auf den Straßen nur noch selten zu sehen. (Bild: Ford/dpa/tmn) Quelle: dpa

dpa/tmn KÖLN. Die Idee jenes Bauprinzips sorgte bereits 1964 in den USA für Aufsehen: Dort hatte Ford den Mustang auf den Markt gebracht, hinter dem sich eine ebenso simple wie geniale Idee verbarg. Hatte man doch Großserientechnik und starke Motoren mit hinreißendem Design kombiniert. Kein Wunder, dass der Mustang zum Bestseller avancierte. Kein Wunder auch, dass jemand auf die Idee kam, ein solches Konzept könnte auch in Europa funktionieren.

Schnell begannen die Arbeiten, und schon 1965 soll ein erster Prototyp bereitgestanden haben. Was dann als Capri vorgestellt wurde, konnte sich zumindest im Hinblick auf die Form sehen lassen. Mit leicht zugekniffenen Augen ließen sich durchaus Ähnlichkeiten mit dem Mustang ausmachen: Da war die lange Motorhaube, die hintere Hälfte wurde vom "Fastback" bestimmt, dem schnellen Heck in Form eines coupéhaft verlaufenen Dachs und einem Stummelheck. Ende 1968 liefen die Bänder an, präsentiert wurde der Capri Anfang 1969.

RS beeindruckte mit martiaischer Aufmachung

Schnell wurde aber auch klar, dass sich die Idee Capri von der Idee Mustang absetzte. Die Chefs der europäischen Konzernzentrale setzten auf Vielfalt im Modellangebot - was unter anderem bedeutete, dass ein Capri die optischen Versprechen seines Designs beim Tritt aufs Gaspedal nicht immer in Fahrleistungen umsetzen konnte.

Weil man auch Kunden mit weniger hohen Leistungswünschen ansprechen wollte, implantierte Ford dem Capri in der Basisversion einen eher bescheidenen Motor: Im Capri 1 300 werkelte ein Vierzylinder mit nur 37 KW/50 PS. Damit dauerte die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 stolze 24 Sekunden - und bei 133 Stundenkilometern ging dem Auto endgültig die Puste aus.

Aber es gab auch Motoren, die dem sportlichen Anspruch gerecht wurden. Gerade in den frühen Capri-Jahren gilt als Beispiel der RS 2 600 mit seinem 110 kW/150 PS starken Sechszylinder und martialischer Aufmachung. Er hatte schicke Doppelscheinwerfer, ein tiefer gelegtes Fahrwerk und eine mattschwarze Motorhaube.

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