Bei Volkswagen verfolgt man die bevorstehende Einführung des Smart natürlich genau. Die Wolfsburger sind in den USA mit einer ganzen Palette an kleineren Modellen auf dem Markt: dem New Beetle, dem EOS, dem Jetta und dem Golf, der dort „Rabbit“ heißt. Die noch kleineren Typen Fox und Polo werden nicht angeboten.
Verkaufsschlager in den USA bleibt für VW nach wie vor der Jetta: Im November fanden 7 781 Stück einen Käufer, rund acht Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Golf-Klasse verkaufte sich 3 074 Mal. Vom New Beetle wurden 1 974 Exemplare abgesetzt, vom EOS 934.
Es bewegt sich also was: „Unsere US-Kollegen haben den Eindruck, dass die Amerikaner wegen der gestiegenen Spritpreise über kleinere Autos nachdenken“, sagt VW-Sprecherin Stella Pechmann. Allerdings sei es traditionell schwer, den US-Kunden Kleinwagen zu verkaufen, weil es nach wie vor Vorbehalte wegen der vermeintlich geringeren Sicherheit gebe. „Eine große Knautschzone ist in den USA immer noch sehr wichtig.“
BMW ist bereits seit 2002 mit dem Mini auf dem US-Markt vertreten. Letztes Jahr verkauften die Münchener immerhin 39 000 der kleinen Flitzer, während 274 000 BMW-Modelle abgesetzt werden konnten. „Der Erfolg des Mini hat bewiesen, dass in den USA auch ein Kleinwagen funktioniert“, sagt BMW-Sprecher Markus Sagemann.
Mit Vernunft oder gestiegenem Umweltbewusstsein hat das allerdings wenig zu tun: Der Mini dient vor allem als Zweit- oder Drittwagen mit „Go-Kart-Feeling“ und sehr guter Ausstattung, zudem ist vor allem die hochmotorisierte Cooper S-Variante mit 172 PS erfolgreich.
Im Februar 2008 bringt BMW den kleinen 1er auf den US-Markt. Auch der ist kein Vernunftauto, denn die beiden Versionen 135i und 128i werden von kräftigen Dreiliter-Motoren angetrieben. Allerdings sind die Modelle mit einigen Energie sparenden Extras ausgestattet – etwa einer Start-/Stopp-Automatik, die im Stau oder an roten Ampeln greift, und einer Bremsenergie-Rückgewinnung.
Laut Sagemann setzt auch BMW auf den neuen Zeitgeist in den USA: „Wegen des veränderten Bewusstseins ist es heute leichter möglich, einen Kleinwagen zu verkaufen als vor zehn Jahren.
