0 Bewertungen
30.10.2006 

Mini-Markenchef Kai Segler über Begehrlichkeiten, neue Kundengruppen und das richtige T-Shirt für die Disco

Handelsblatt: Herr Segler, der Absatz der ersten New-Mini-Generation brummt - selbst nach mehr als fünf Jahren. Das Angebot an Gebrauchten ist knapp, die Preise hoch. Da können Sie sich mit der zweiten Generation nur verschlechtern.

Kai Segler: Das hoffe ich nicht. Und ich glaube es auch nicht. Bis vor Kurzem bekam ich immer zu hören, dass die wirklich jungen Autofahrer, also etwa viele Fahranfänger, Mini zwar toll finden, aber sich keinen leisten können. Die Begehrlichkeit in der jungen Zielgruppe ist riesig, das wissen wir auch durch die Marktforschung. Diese Kunden kriegen wir jetzt, wenn die ersten Minis aus zweiter Hand verkauft und dadurch für sie erschwinglich werden. Denn wenn sie irgendwann mehr Einkommen haben, kaufen sie auch mal einen neuen Mini. Das stützt unseren Verkauf.

Obwohl das neue Modell bis zu zwei Liter weniger Kraftstoff verbrauchen soll und damit den Vorgänger zum Säufer stempelt.

Kraftstoffpreise tun immer dann weh, wenn man an die Tankstelle fährt. Aber ich glaube, dass zum Beispiel ein Münchner Student, wenn er nach Hamburg fährt, in Zukunft vielleicht öfter mal die Bahn nimmt statt seinen Mini. Dass er deswegen ganz auf den Mini verzichtet, kann ich mir nicht vorstellen. Das Nutzungsverhalten wird durch Spritpreise vielleicht beeinflusst, aber nicht unbedingt die Begehrlichkeit. Das sehen Sie ja schon daran, dass der Cooper S, der nun nicht gerade unser sparsamstes Fahrzeug ist, gleichzeitig eines unserer begehrtesten Modelle ist. Es ist nicht vor allem die Ratio, die da die Kaufentscheidung beherrscht, sonst hätten wir auch einen weit höheren Dieselanteil als acht Prozent.

Lesen Sie weiter auf Seite 6: Was heißt das in Stückzahlen?

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Automobil Rubriken

Anzeige

weiterTuminellis Designkritik

Mercedes GLK: Jurassic Car  Artikel in Merkliste

23.07.2008Tuminellis Designkritik

Mit dem GLK bringt Mercedes Benz im Oktober einen Baby-Geländewagen auf den Markt. Der Autobauer aus Stuttgart versucht mit seinem selbstbewussten Auftritt, den Anti-Geländewagen-Trend aufzuhalten. Was aber ist eigentlich Mercedes-artig am GLK? Artikel


Anzeige