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06.03.2008 
78. Genfer Autosalon

Mini-Sparer sind Verkaufsrenner

von Oliver Klempert

Die Kleinen sind zurück. Nachdem Autos in den vergangenen Jahren immder größer, schneller und vor allem durstiger wurden, zeichnet sich nun eine Trendwende ab. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes sanken 2007 zwar die Verkaufszahlen bei mehr als zwei Drittel der Personenwagen. Eine auffällige Ausnahmegruppe bildeten allerdings Kleinwagen wie der Smart.

Tata Nano: Billigst-Autos krempeln den Markt um, Branchenexperten sagen ihnen ein atemberaubendes Wachstum voraus. Foto: ReutersLupe

Tata Nano: Billigst-Autos krempeln den Markt um, Branchenexperten sagen ihnen ein atemberaubendes Wachstum voraus. Foto: Reuters

DÜSSELDORF. Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge konnten dabei deutsche Kleinwagen mit einer CO2-Emission von weniger als 130 Gramm pro Kilometer – das entspricht einem Kraftstoffverbrauch von weniger als fünf Liter je 100 Kilometer – ihren Absatz auf dem Heimatmarkt um fast 60 Prozent steigern. „Unsere Hersteller haben deshalb im vergangenen Jahr die höchsten Minderungsleistungen erreicht. Die deutsche Autoindustrie ist führend in der Effizienzsteigerung – noch vor unseren europäischen und asiatischen Mitbewerbern“, sagt Matthias Wissmann, Präsident des VDA.


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Die neuen Kompaktwagen vom 78. Genfer Autosalon

Die Autokonzerne wollen aus der Entwicklung künftig weiteres Kapital schlagen. So könnte bei Daimler eine Ausweitung der Modellpalette bei Kleinwagen bevorstehen. „Wir denken momentan darüber nach, was noch zwischen den Smart Fortwo und die A- und B-Klasse passt“, sagt Rainer Schmückle, Vorstandsmitglied von Mercedes-Benz Cars. Schmückle äußerte in diesem Zusammenhang auch, dass der inzwischen wegen hoher Verluste eingestellte Viersitzer Smart Forfour eigentlich keine schlechte Idee gewesen sei – sondern vielleicht nur schlecht ausgeführt wurde. Ein weiterer Ausbau der Smart-Plattform sei nicht ausschlossen.

Gegen Ende des ersten Quartals 2008 solle die Entscheidung über die künftigen Modelle der A- und B-Klasse gefällt werden. Bisher machen A- und B-Klasse bereits ein Viertel des Gesamtabsatzes bei Daimler aus.

Gedankenspiele finden auch in München statt: BMW denkt über eine Wiederauflage seines 50er-Jahre-Autos Isetta nach, das mit 2,40 Meter Länge und einer nach vorne öffnenden Tür drei Insassen Platz bot. Dass die rollende Kugel jedoch tatsächlich zurückkehrt, gilt als unwahrscheinlich – schon wegen der fehlenden Crash-Sicherheit. Der heutige Straßenverkehr ist mit dem der 50er-Jahre nicht mehr vergleichbar.

Ford hat 2007 den Ford Ka II auf den Markt gebracht und will im kommenden Jahr den Ford Streetka sowie den Ka RS ins Rennen schicken. Zudem stellte Ford auf der Internationalen Automobilausstellung 2007 in Frankfurt am Main seine Studie Ford Verve vor – eine schnittig designte Weiterentwicklung des Ford Fiesta, die bei entsprechender Kundenreaktion als Vorlage für ein neues Serienmodell im Kleinwagensegment dienen könnte.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Einiges zu erwarten ist auch bei VW

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