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21.06.2005 
Neuer Trend

Muscle-Cars erobern amerikanischen Automarkt

Während hierzulande die hohen Benzinpreise die Lust am Auto fahren verderben, erfreuen sich die Amerikaner weiter an ihren Spritschleudern. Ob der Verbrauch nun 10, 13 oder 15 Liter beträgt – hauptsache die PS-Zahl stimmt.

HB DETROIT. Im neuen Dodge Magnum von Daimler-Chrysler wummert ein V8 Motor mit einem Hubraum von 6,1 Litern. Die PS-Zahl liegt bei 425. Von null auf hundert sprintet der erstarkte Magnum in unter fünf Sekunden. Amerikanische Autofans sind begeistert von der Neuauflage des leistungsstarken Dodge. Bereits 41.414 Mal wurde er seit seiner US-Premiere im Mai an Kunden ausgeliefert und auch der Absatz des Dodge Durango ging in diesem Jahr weltweit um 31 Prozent nach oben.

Auch Ford und General Motors bringen nun wieder Neuauflagen ihrer legendäre „Muscle-Cars“ der 60er Jahre auf den Markt. So erinnert zum Beispiel bei Ford sehr erfolgreich der Mustang an die gute alte Zeit. Der legendäre Kraftmeier gilt dem Konzern aus Detroit nach eigenen Angaben als Ur-Modell des Muscle Car. Seinen Einstand gab er am 17. April 1964 als Coupé, das schon am ersten Tag 22.000 Mal verkauft wurde. Bis heute sind den ersten Bestellungen mehr als acht Millionen weitere gefolgt.

Eine nicht minder lange Tradition hat die Corvette der General Motors-Marke Chevrolet, die als wichtigster Sportwagen im GM-Konzern andere Muscle Cars wie den Pontiac GTO oder den Chevrolet Camaro überlebt hat. Die Geschichte der Corvette währt bereits sechs Fahrzeuggenerationen. In dieser Zeit sind mehr als 1,4 Millionen Exemplare verkauft worden. Nun steht eine Neuauflage an. Das neue Modell aus dem Hause General Motors wird schlanker, stärker und sportlicher. Das Gewicht wurde auf 1508 Kilo reduziert, der Motorraum mit einem V8-Motor bestückt, der aus 6,0 Litern Hubraum 297 kW/404 PS schöpft.

Während Ford und GM die Verbindung in die Vergangenheit nie haben abreißen lassen, hat sich Chrysler erst in jüngerer Zeit wieder zu den „Muscle Cars“ bekannt und auch den Hemi-Motor wieder belebt. Der Motor hat seinen Namen von den halbrunden, hemisphärischen Brennräumen und besteht heute aus acht Zylindern und 5,7 Liter Hubraum. In der stärksten Serienversion schöpft er 318 kW/415 PS . Zu dem leistungsstarken Motor gibt es nun auch wieder das passende Auto: den Dodge Charger, der auf den Ur-Charger aus dem Jahr 1966 zurückgeht. Wie das Original ist auch das neue Modell eine alltagstaugliche Limousine.

Auch wenn den Muscle Cars in den USA wieder alle Herzen zufliegen - in Deutschland haben die Kraftmeier einen eher exotischen Ruf, weshalb auch das Angebot dürftig ist. Verkauft werden lediglich die Corvette und die Viper. Der Dodge Charger wird laut Chrysler-Sprecher Hauf nicht nach Europa exportiert.

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