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05.08.2008 
Volkswagen

Neuer Golf VI geht ab 16 500 Euro an den Start

Das Rätselraten hat ein Ende: Volkswagen bringt seinen neuen Kompaktwagen Golf im Oktober zu einem Preis ab 16.500 Euro in den deutschen Handel. Damit wird das bedeutendste Volumenmodell der Wolfsburger, das einer der wichtigsten Umsatzträger ist, in der sechsten Neuauflage 200 Euro teurer eingepreist als der aktuelle Golf-Kompaktwagen.

Neue Generation: VW baut den Golf mittlerweile in der sechsten Auflage. (Bild: VW)Lupe

Neue Generation: VW baut den Golf mittlerweile in der sechsten Auflage. (Bild: VW)

HB WOLFSBURG/FRANKFURT/DÜSSELDORF. Der neue Hoffnungsträger der Wolfsburger, den VW-Vorstandschef Martin Winterkorn zur Chefsache gemacht hat, ist der meistverkaufteste Wagen in Europa und wurde im vergangenen Jahr von VW rund 763.000 mal produziert. In Medienberichten war zuvor über eine deutliche Preissenkung für das Kompaktmodell spekuliert worden, das dem ganzen Segment seinem Namen gab.

Für Winterkorn ist der Start des Golf die wichtigste Modelleinführung der nächsten Jahre. Der Wolfsburger Konzern hat die Produktion seines neuen Golfs auf das Jahr 2008 vorgezogen, um die derzeit sehr hohen Produktionskosten zu senken - der neue ist deutlich billiger herzustellen sein als das aktuelle Modell.

Der neue Designchef Walter da Silva hatte die Formensprache des noch unter der Ägide von VW-Manager Wolfgang Bernhard geplanten Kompaktwagens allerdings noch nachträglich geändert. Der neue Wagen kommt nun mit einem modernisierten Design daher, bei dem vor allem Front und Heck neu gestaltet wurden.

Sechste Auflage ab Oktober im Handel

Der Kühlergrill ist weit geöffnet wie beim Scirocco, die Scheinwerfer mit serienmäßigem Tagfahrlicht werden wie die Rückleuchten größer, und die Flanke ist geprägt von einer ansteigenden "Charakterlinie". Sie verleiht dem Golf eine markante Schulterpartie, auf der die breite C-Säule ruht. Dazu gibt es einen aufgewerteten Innenraum.

Außerdem gibt es eine Vielzahl neuer Assistenz- und Regelsysteme. So gibt es den Golf laut VW auch mit einer automatischen Distanzregelung und der Einparkhilfe "Park Assist". Außerdem übernimmt er das adaptive Fahrwerk des Scirocco und bekommt ein neues ESP sowie Gurtwarner auch für den Fond. Ferner seien sieben Airbags, darunter auch einer für die Knie des Fahrers, serienmäßig. Zwei weitere Seiten-Airbags für den Fond gibt es als Option.

Kompakt fährt vor: Neue konkurrenz in der Golf-Klasse

Unter der Haube setzt VW erstmals Dieselmotoren mit Common-Rail- statt mit Pumpe-Düse-Technik ein. Sie decken ein Spektrum von 66 kW/90 PS bis 125 kW/170 PS ab. Außerdem plant VW vier Benziner mit 59 kW/80 PS bis 118 kW/160 PS und stellt für alle Motoren bessere Verbrauchswerte in Aussicht. Einzelne Motor- und Getriebekombinationen werden demnach um bis zu 28 Prozent oder 2,3 Liter sparsamer.

Genügsamster Benziner wird ein TSI mit 90 kW/122 PS, der mit 6,2 Litern (CO2-Ausstoß: 144 g/km) im Datenblatt steht. Den Verbrauch für die Diesel hat VW noch nicht mitgeteilt. Doch soll es nach Informationen aus Unternehmenskreisen zumindest mittelfristig auch einen Dreizylinder mit 1,2 Litern Hubraum geben, der mit 3,9 Litern zufrieden ist. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 103 g/km. Außerdem hatte VW-Chef Martin Winterkorn "im Lauf des Modellzyklus" bereits eine Hybridversion in Aussicht gestellt.

Starten wird der neue Golf als Drei- und Fünftürer. Medienberichten zufolge sollen bereits im kommenden Jahr die ersten weiteren Karosserievarianten folgen. Geplant sind demnach neben dem Golf Plus mit erhöhtem Dach, dem Stufenheck Jetta und dem Kombi Variant auch wieder ein Cabrio. Außerdem soll es Sparmodelle, Allradversionen sowie Sportvarianten wie GTI und den R32 geben.

Schlamm drüber: Die neuen kompakten SUVs.

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