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07.03.2008 

Buchbar sind die Pakete nur über Vodafone, als Internetzugangspunkt muss das APN "ms.vodafone.de" eingestellt sein. Es weist gnadenlos alles ab, was nicht mit Windows-Mobile-6 arbeitet, bestätigt Vodafone-Produktmanager Joachim Jokisch auf Anfrage. Unterstützt werden derzeit neun Geräte, darunter VPA Compact III, HTC Touch und Palm Treo 500. Mit der Bündel-Lösung aus Technik und Tarif bildet Microsoft erstmals aktiv einen Komplettservice ab, der vergleichbar zum beliebten Blackberry-Dienst von RIM ist.

Blackberry, Urvater der mobilen E-Mail-Bewegung und Liebling aller Anzugträger, bleibt da nicht untätig. Die Internet-basierte Softwarelösung Blackberry Unite, die ab Sommer kostenlos angeboten werden soll, wird mit jedem Heim-PC ein Mini-Netz aus bis zu fünf Blackberrys ermöglichen. Der Boss des Kleinunternehmens oder das Familienoberhaupt kann es zentral verwalten und festlegen, ob die Kinder (Mitarbeiter) surfen oder SMS senden dürfen und kann Webseiten oder Telefonnummern sperren.

BB Unite soll endlich zusammen mit neuen Geräten wie dem Pearl 8120 (in Deutschland bei O2 erhältlich) das W-Lan-Zeitalter bei Blackberry einläuten. Die enge Bindung an die Mobilfunkprovider - Blackberry-Großkunden, die grundsätzlich keinen kostenlosen Datentransfer per W-Lan mögen - hat die Kanadier schon gegen wendige Konkurrenz wie das iPhone von Apple und Nokia ins Hintertreffen geraten lassen.

BB Unite wird das ändern. Taucht ein autorisierter W-Lan-Blackberry an einem Hotspot auf, wird der am DSL-Netz hängende Unite-Server informiert und beginnt E-Mails (auch Web-E-Mails wie von Yahoo oder Google), Kontakte und den gemeinsamen Kalender zu synchronisieren. Ordner auf dem PC können für eine Aktualisierung freigegeben werden, Fotos oder die neuesten Preislisten für den Monteur werden automatisch verschickt.

Das Wichtigste: Die Unite-Software schaltet automatisch von Mobilfunk auf W-Lan-Betrieb um, sobald das möglich ist. Das kann die monatliche Datenrechnung erheblich reduzieren und erhöht die Geschwindigkeit. Beispiel: Surfen im Web. Der W-Lan-Blackberry schickt nur die Webadresse an den Unite-PC. Der wühlt per DSL im Internet, komprimiert die gefundene Webseite und sendet sie zurück an das Handy. Das geht schneller, als wenn das Gerät mit seinem kleinen Prozessor alleine und per langsamer Edge- oder GPRS-Übertragung im Mobilfunknetz surfen muss.

Zumindest theoretisch wird das so sein: Auf Nachfrage räumt Rim-Produktmanager Jens Kühner ein, dass die Mobilfunkprovider das Recht haben werden, den Unite-Service in ihrem Netz zu sperren - oder extra dafür zu kassieren, sozusagen als Ausgleich für entgangenen Datentransfer. Da hilft den potenziellen Kunden nur eines: vergleichen, vergleichen, vergleichen.

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