Die Nasenplastik hat eine lange Tradition. Ihre Ursprünge lassen sich bis nach Indien verfolgen. Foto: Reuters
Wer an Schönheitsoperationen denkt, dem kommt häufig Hollywood und die Welt der Schauspieler und Models in den Sinn. Das medizinische Handwerk ist allerdings sehr viel älter als die Filmindustrie. Die erste Nasenplastik ist der Überlieferung nach bereits im 6. Jahrhundert vor Christi Geburt in Indien durchgeführt worden.
Zu dieser Zeit lebte ein Arzt namens Susruta, dem die erste Nasenrekonstruktion zugeschrieben wird. Susruta beschäftigte sich auch mit dem Kaiserschnitt und der Hauttransplantation. Seine Erfahrungen sind in einem der ältesten ayurvedischen Texte festgehalten: dem Susruta Samhita. Der Text stellt die Heilmethoden und Operationen Susrutas dar und ist vermutlich im 4. Jahrhundert v. Chr. entstanden.
Die ayurvedische Medizin war in Indien weitgehend bekannt. Mit den Jahrhunderten verlor die ausgewogene Chirugie des Susrata Samhita ihre herausragende Stellung. Dies lag an dem immer strenger werdenden Kastensystems und der damit verbundenen Tabuisierung von körperlicher Berührung. Gleichwohl konnte sich ein Grundverständnis in der Bevölkerung erhalten.
In Deutschland war es der Arzt Johann Friedrich Dieffenbach (1792 - 1849), der die Nasenplastik maßgeblich beeinflusste.


