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09.04.2008 

Und das ist auch notwendig. "Fahrzeug-Elektronik ist das größte Wachstumsfeld der Automobilindustrie", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Forschungszentrums Automobilbranche an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Im Jahr 2015 werden seiner Schätzung nach vierzig Prozent des Wertes eines Mittelklasse-Fahrzeugs aus Elektronik und Software kommen. Dieser Teil werde die Führung in allen wichtigen Bereichen wie Sicherheit, Antrieb, Navigation und Komfort übernehmen.

Weil das System immer komplexer wird, sieht Dudenhöffer die Herausforderung in der "hundertprozentigen Ausfallsicherheit". Schon jetzt werkeln bis zu 50 verschiedene Steuergeräte unter dem Blechkleid eines Mittelklasse-Autos, die miteinander kommunizieren müssen. Stürzt die Software für die Steuerung der elektronischen Bremse ab, wäre das fatal.

"Wir arbeiten mit Hochdruck am sensitiven Auto, das schon bald rundum sehen können wird. Dazu braucht es besonders leistungsfähige elektronische Systeme", sagt Rainer Kallenbach, Bereichsvorstand Automobilelektronik bei Bosch. "Das Fahrzeug lernt, seine Umgebung wahrzunehmen und zu interpretieren. Die Augen sind die Kameras, der Tastsinn sind Ultraschall- und Radarsensoren."


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Die Bosch-Ingenieure kombinieren verschiedene bildgebende Techniken, damit die Elektronik Gefahren erkennen kann: Ultraschallsensoren überwachen den Raum vier Meter um das Auto, Videokameras den mittleren Bereich bis 80 Meter und Radarsensoren schließlich den Fernbereich bis 200 Meter. Die Aufgabe der Entwickler ist es, diese Systeme miteinander zu vernetzen, damit sie Informationen austauschen können. Bosch will so auch die automatische Notbremsung realisieren. Diese soll einen Wagen stoppen, wenn beispielsweise ein Kind vor dem Auto auf die Straße rennt. In zwei Jahren soll die Technik in den ersten Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Bis dahin wollen die Entwickler sicherstellen, dass die Notbremse Autos nicht in den falschen Situationen stoppt.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Innovations-Bündnis für mehr Schlagkraft

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