„Im Grunde ist unsere Gemütserkennung eine Erweiterung der Gesichtserkennung“, sagt IIS-Entwickler Christian Küblbeck. Denn zunächst muss die Kamera das Gesicht als solches registrieren. Dann analysiert die Software die Regionen um Mund, Augen und Nase, wo sich Emotionen am schnellsten zeigen, etwa durch nach unten gezogene Mundwinkel. Theoretisch kann das System 30000 verschiedene Merkmale auf einem Gesicht überprüfen. Für eine Berechnung in Echtzeit reichen allerdings schon zehn bis 50. Die Rechenarbeit dauert nur 40 Millisekunden.
Selbstlernende Algorithmen ziehen die richtigen Schlüsse – zumindest meistens. Bei fröhlichen Gesichtern liegt die Trefferquote bei 90 Prozent, bei negativen Emotionen sind es nur 60 bis 70 Prozent. Bis auf unseren Straßen auch Autos mit einem sicheres Gespür für Gefühle fahren, wird es daher noch einige Jahre dauern. Das weiß auch Forscher Küblbeck: „Da besteht noch Forschungsbedarf.“
