Auch die Ingolstädter Konzerntochter Audi hat aus dem teuren Experiment mit dem 3-Liter-Alu-Auto „A2“ gelernt. Mit etwas Feinarbeit an der Motorelektronik, der Getriebeübersetzung, der Aerodynamik und beim Gewicht erzielen die neuen „e-Modelle“ geringere Werte: Ein „A3“ 1.9 TDI e verbraucht 4,5 Liter und stößt 119 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Der 105 PS starke Diesel kommt dem schwächeren Hybrid Toyota Prius (78 PS) mit 104 Gramm CO2 schon recht nahe. Nach und nach werde auch bei den anderen Baureihen Hand angelegt, heißt es bei dem Hersteller.
Bei BMW wird unter dem Label „Efficient Dynamics“ etwas tiefer in die Trickkiste gegriffen, um die Modellpalette genügsamer zu machen. Der Autobauer aus München setzt auf eine verbesserte Elektronik, die beim Sprit sparen hilft. So arbeiten Nebenaggregate nur, wenn sie tatsächlich gebraucht werden – von der Lenkhilfe über die Kühlwasserpumpe bis zum Klimakompressor.
Und: „Als weltweit erstes Auto besitzt der neue BMW 118i eine Benzin-Direkteinspritzung für den Magerbetrieb, wodurch der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um 19 Prozent gesenkt wird“, sagt Technik-Sprecherin Michaela Müller. Ähnlich wie Hersteller von Hybrid-Autos setzt BMW auch auf eine Rückgewinnung der Bremsenergie, wodurch über einen Generator Strom für das Bordnetz gewonnen wird.
Etwas aufwendiger scheinen auch die Bemühungen des Stuttgarter Autobauers Mercedes. Unter dem Motto „Diesotto“ will das Unternehmen von Daimler-Chrysler „den Diesel so sauber wie den Ottomotor machen, und den Benziner so verbrauchsgünstig wie den Dieselmotor“, wie Herbert Kohler, Chef der Konzernforschung, vorgestern in Stuttgart sagte. Kern der Innovation sei ein hocheffizientes, dem Diesel ähnliches Brennverfahren. Realisiert wurde es erstmals in einem 1,8-Liter-Vierzylinder-Motor für die S-Klasse, der mit 238 PS nur sechs Liter verbraucht. Einen genauen Zeitpunkt für die Einführung der neuen sparsameren Technik nannte der Umweltbevollmächtigte des Stuttgarter Autobauers allerdings noch nicht. Das Konzept für den „Diesotto“-Motor werde erst mittelfristig in Serie gehen, hieß es.
