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10.12.2007 

Vierzylinder gab es auch, zunächst in V-Form, später auch als Reihenmotor. Vor allem die V-Motoren mit ihren bedauernswerten Leistungen von 51 kW/70 PS oder 55 kW/75 PS wirkten optisch wie kräftemäßig, als hätte jemand einen Kleinwagenmotor unter der riesigen Haube des Granada zum Trocknen aufgehängt. Der schwächlichste Vierzylinder machte schon bei etwa Tempo 140 schlapp.

Ganz anders wiederum gebärdeten sich die Topmodelle der Granada-Reihe - denn die standen eher mit den Produkten von BMW und Mercedes in Konkurrenz. Neben dem 79 kW/108 PS starken 2,3-Liter Motor waren es vor allem die 2,8-Liter-Modelle, die den Granada fast schon in eine andere Klasse hoben. Hier betrug die Leistung je nach Variante 99 kW/135 PS oder 118 kW/160 PS, der stärkere Motor beschleunigte den Granada auf gut 190 Stundenkilometer.

Ebenso wie die Motoren übernahm Ford auch das Grundprinzip der Ausstattungsvarianten vom alten Granada. Typisch für jene Zeit, rollte das Basismodell mit einer Ausstattung an, die diese Bezeichnung eigentlich kaum verdiente. Erst wer die Version „L“ wie Luxus orderte, konnte sich über Annehmlichkeiten wie einen Teppichboden freuen. Ganz oben rangierten die „Ghia“-Ausstattungen, die dann für das entsprechende Geld kaum mehr Wünsche offen ließen.

Eines allerdings gab es nicht mehr: Die bei den frühen Granada-Modellen noch recht beliebte Fließheck-Variante, die mehr Coupé als Limousine war. Trotzdem konnte auch beim Granada II noch gewählt werden - schließlich gab es neben der Limousine ja noch den Kombi.

1982 erhielt der neue Granada eine Modellpflege. Dabei widmete man sich vor allem der Technik, die optischen Unterschiede waren eher zurückhaltend. Und wie so oft in der Automobilgeschichte war das Facelift auch ein Hinweis darauf, dass der Wagen in die Jahre gekommen war und eine Ablösung nicht mehr lange auf sich warten ließ.

1985 war es so weit, der neue große Ford hieß nicht mehr Granada, sondern Scorpio. Doch ein Erfolg wie der insgesamt gut 1,6 Mill. mal gebauten Generation Granada war dem Nachfolger nicht mehr vergönnt. Immerhin gilt die bislang letzte Scorpio-Generation aus den 90er Jahren - wegen ihrer rundlichen Form auch als Wal verspottet - als eine der hässlichsten Ford-Kreationen aller Zeiten. Eigentlich ein guter Anfang, um irgendwann einmal als Kultmobil zu enden.


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