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24.04.2008 

„In fünf Jahren wird sich eine ganz neue Generation von Scheinwerfern etabliert haben“, sagt Tran Quoc Khanh, Fachbereichsleiter am Institut für Lichttechnik an der TU Darmstadt. „An LEDs als Lichtquelle und adaptiven Systemen mit Frontkameras und Sensoren, die sich an verschiedene Gegebenheiten im Straßenverlauf anpassen, kommt künftig kein Autohersteller vorbei“, sagt der Licht-Experte.

Als erster Hersteller liefert Audi den Supersportwagen R8 komplett mit LED-Scheinwerfern aus und Lexus bringt den LS 600h mit LED-Abblendlicht. Das ist erst der Anfang: „Die Entwicklung bei LEDs ist sehr dynamisch, so dass sich binnen eines Jahres die Lichteffizienz verdoppelt“, sagt Khanh.

Mit 15 Jahren verschleißfreier Lebensdauer sind LEDs nicht nur langlebiger als Halogen- oder Xenon-Scheinwerfer, sie glänzten zudem durch schnellere Reaktion – im Nanosekundenbereich. „Über Mikrospiegel und LEDs kann die Lichtverteilung der Scheinwerfer an jede Verkehrssituation angepasst werden“, bringt Hella-Sprecher Ulrich Köster einen ganz wesentlichen Vorteil der Leuchtdioden auf den Punkt. Der Automobilzulieferer arbeitet zurzeit an einem Fernlicht, dass vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge nicht mehr blendet. Wenn Verkehrsteilnehmer auftauchen, die gestört werden könnten, werden die LEDs automatisch soweit abgeschaltet, dass das Licht blendfrei die Straße beleuchtet.

„Damit wäre es möglich, dauerhaft mit Fernlicht zu fahren“, sagt Köster. Prototypen, die das leisten, werden bereits getestet. Für solche Lichtsysteme benötigt man zusätzlich eine leistungsstarke Kamera-Sensorik und Auswerte-Software. Mit dieser Technik können dann auch Fremdkörper auf der Fahrbahn frühzeitig erkannt und der Fahrer gewarnt werden.

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