BMW
steckt in der Krise: Der Absatz schwächelt, der Gewinn bricht ein, Großaktionär Quant macht Druck. Nun sollen ein drastisches Sparprogramm und Kooperationen die Wende bringen. Als Benzinersatz setzt der Hersteller auf Wasserstoff - und ist damit in Deutschland allein auf weiter Flur.
MÜNCHEN. Der Absatz schwächelt, der Gewinn bricht ein, der Großaktionär Quandt macht Druck. Mit einem drastischen Sparprogramm versucht sich der Münchener Autokonzern BMW
aus seiner aktuellen Krise zu befreien. 8 100 Stellen werden gestrichen, teure Entwicklungsprojekte gestoppt. Zuletzt sagte Vorstandschef Norbert Reithofer den Bau eines superschweren Geländewagens X7 ab. Statt teurer Einzellösungen sollen Kooperationen den Weg in die Zukunft sichern. Zuletzt vereinbarte BMW
Gespräche Fiat über gemeinsame Entwicklungen.
Mehr denn je stellt sich für BMW
die Frage, mit welcher Strategie der Konzern im kommenden Jahrzehnt seine Eigenständigkeit bewahren will. Denn mit 1,5 Mill. verkauften Fahrzeugen bleiben die Münchener ein Nischenhersteller. Brancheriesen wie Toyota
oder VW
verteilen ihre Entwicklungskosten auf deutlich höhere Stückzahlen, davon profitieren die BMW
-Konkurrenten Lexus und Audi
. Das gilt vor allem für die gestiegenen Anforderungen in Sachen Umweltschutz und Verbrauch.
Den Anfang macht die Kleinwagenmarke Mini. Ende des Jahres sollen die ersten 500 stromgetriebenen Minis in Kalifornien zum Einsatz kommen. Die Amerikaner zwingen die Hersteller zu "Null-Emissions-Autos". Ähnlich wie die Daimler
AG, die vorige Woche den Elektrosmart vorstellte, sollen die E-Minis bald nach Deutschland. Gespräche mit deutschen Stromanbietern laufen.
