Noch vor wenigen Jahren undenkbar: Ein FM-Transmitter überträgt die Songs eines MP3-Players drahtlos zum Autoradio. Foto: Pearl/PR
In Europa tüftelten die Erfinder länger. Das Problem: Die Befestigung der empfindlichen Glaskolbenröhren. Unter den mehr als 1 000 Radio-Bauteilen wären sie den Erschütterungen auf der Straße als erstes zum Opfer gefallen. „Gummibänder brachten die Lösung“, erklärt Siedler. Die elastischen Halter hätten Europas erstes Autoradio auch unter holprigsten Bedingungen sanft abgefedert. Die erste Idee für die Erfindung stammte aus den Werken der Berliner Firma „Ideal“, die später vom Bosch-Konzern gekauft und Blaupunkt benannt wurde.
In Zukunft wird nichts mehr an das schmale Autoradio von früher erinnern. Der Trend gehe dahin, das Autoradio in einem Paket aus Information und Unterhaltung aufgehen zu lassen. „Das Autoradio, wie wir es noch heute kennen, wird in einigen Jahren nur noch ein Teil einer ganzen Multimedia-Einheit sein“, sagt Uwe Thomas, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Blaupunkt. Die künftige Heimat des Autoradios nenne sich „Integriertes Fahrerinformationssystem“. Und abschließende Tests in der Wüste sind schon lange nicht mehr nötig.
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