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13.05.2008 

Seit dem vergangenen Jahr ist Ferrari Financial Services in sieben Märkten präsent: Italien, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Belgien, Österreich und USA. Für Italien hat Ferrari Financial Services eine eigenen Gesellschaft mit Teilbanklizenz gegründet; die deutsche Aktiengesellschaft Ferrari Financial Services AG ist für den restlichen europäischen Markt zuständig. In den USA haben die Italiener in verschiedenen Bundesstaaten Banklizenzen erworben und sind dort sei September des vergangenen Jahres aktiv.

Immerhin 30 Prozent der Ferrari-Kunden nutzen laut Ahrabian bereits das Angebot, wenn es Leasing-Verträge gibt. In Deutschland, wo Ferrari mit den Finanzierungen als erstes gestartet ist, kaufen sogar fast die Hälfte der Kunden ihren Ferrari mit der Finanzierung. In Italien, der Schweiz und Frankreich ist es immerhin schon jeder vierte Kunde. In den USA, sonst ein kreditbegeistertes Land, geben sich die Ferrari-Kunden zögerlicher. Bis Ende des Jahres will Ferrari Financial Services in den Staaten auf eine Finanzierungsquote von 30 Prozent kommen.

Insgesamt 1 087 Verträge hatte Ferrari Financial Services bis Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen. Der Durchschnittspreis der Autos lag bei 170 000 Euro, die Anzahlung im Schnitt bei 50 000 Euro. Die Verträge laufen im Schnitt 40 Monate - maximal 48 Monate. "Die Zinsen liegen bei uns nur leicht über dem, was Banken verlangen", sagt Ahrabian. Genauere Zahlen will er nicht nennen, nur dass die Gewinnschwelle schon im ersten Jahr erreicht wurde. Gut für die Mutter Ferrari, die 2007 bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro 266 Millionen Euro Gewinn gemacht hat.


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Das Geld verleiht Ferrari Financial selbst und verkauft die Kredite zum Teil gebündelt am Markt weiter. Laut Ahrabian gibt es trotz der Finanzkrise keine Probleme, die Kredite zu verkaufen. "Unsere Kunden sind solvent. Wir haben bisher null Ausfälle", sagt er.

Was diese solventen Kunden dazu bringt, auf Pump zu kaufen? "Einige Kunden wählen Leasing, weil sie mehr Liquidität haben wollen", erklärt Ahrabian. Andere dagegen wollen nicht als Besitzer des Wagens in Erscheinung treten. "In Frankreich hat das steuerliche Gründe, in Deutschland wollen die Menschen manchmal nicht, dass ihre Nachbarn wissen, dass ihnen ein Ferrari gehört", sagt er. "Aber einige sagen auch einfach: Das Paket ist so attraktiv, das nehme ich, selbst wenn ich die Finanzierung gar nicht brauche."

So einer ist auch Theodor Fuchs. Der kräftige Bajuware aus Garching bei München besitzt bereits seinen dritten Ferrari. Er steht komplett im roten Ferrari-Overall gekleidet an der Rennstrecke und nennt seine persönlichen Gründe für den Leasing-Vertrag: "Wissen Sie, es ist gar nicht so einfach, einen Ferrari zu versichern. Das will keiner machen", berichtet er. Ihn hat der Kundenbetreuer von Ferrari Financial Services daher vor allem mit der Versicherung überzeugt. Er zahlt jetzt 250 Euro im Monat. Außerdem sei die Leasing-Lösung auch wegen der Mehrwertsteuer günstiger.

Dass er auch in den Genuss von Schumis Fahrkurs geraten würde, wusste Fuchs beim Abschluss des Geschäfts noch gar nicht. Gefreut hat es ihn sehr. Sein Urteil auf bayrisch: "Absolut supa!"

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Schnelle Autos, schnelles Geld

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