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29.06.2008 

Während Nissan, Toyota und Honda mit aller Macht in die Pole Position drängen, lassen es die übrigen Japaner etwas beschaulicher angehen: Mitsubishi plane zunächst keine Rückkehr ins Feld der Supersportwagen, sagt Sprecher Helmut Bauer in Hattersheim (Hessen). Stattdessen stillt die Marke den Leistungshunger der Kundschaft mit der zehnten Auflage des Lancer Evolution, dessen Vierzylinder-Turbo nun 217 kW/295 PS erreicht. Zwar sind 240 km/h in dieser Runde etwas dürftig. Doch mit einem Sprintwert von 5,4 Sekunden sieht die Limousine gar nicht so schlecht aus.

Auch Mazda schielt mit Studien wie zuletzt dem im Januar in Detroit enthüllten Furai immer wieder Richtung Rennstrecke. Für die nahe Zukunft allerdings schließt Sprecher Jochen Münzinger in Leverkusen einen Supersportwagen aus. Stattdessen kümmern sich die Japaner um das Coupé RX-8, das als einziges Serienmodell der Welt mit einem Wankelmotor fährt. Im Herbst bekommt der 170 kW/231 PS starke Zweitürer eine Modellpflege. Und hinter den Kulissen wird bereits die nächste Motorgeneration entwickelt, die in zwei bis drei Jahren in Serie gehen soll. Das Hauptziel der Ingenieure ist laut Münzinger "deutlich mehr Leistung bei deutlich weniger Verbrauch".

Zwar sorgen Sportwagenprojekte wie Nissan GT-R oder Honda NSX für viel Aufmerksamkeit. Doch ihre Erfolgsaussichten schätzen Experten wie Marktbeobachter Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen eher gering ein. Der NSX etwa sei früher schon mit ehrgeizigen Zielen gestartet und als kommerzieller Flop geendet, sagt Dudenhöffer mit Blick auf eine Jahresproduktion von rund 300 Autos. Auch den Nissan GT-R hält er nicht für ein langfristig tragfähiges Konzept, weil der Marke das richtige Image fehle. Einzig Toyota könne auf das Engagement in der Formel 1 bauen sowie die Technikkompetenz des Hybrid-Pioniers und das Image der Marke Lexus in die Waagschale werfen. "Allerdings wird auch der LF-A keine Verkaufsrakete."

Während er bei Lexus zumindest noch eine Strategie für Markenpositionierung und Imagewerbung sieht, hält er die anderen Projekte "für reine Spielerei, die eher die Aufmerksamkeit von wichtigen Autos der Marken ablenkt". Davon werde weder der Nissan Micra noch der Honda Civic profitieren: "Solche Autos bleiben ein Hobby für die Ingenieure, die an der Entwicklung beteiligt sind."

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