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06.10.2007 

Er war und ist das Gefährt von so unterschiedlichen Menschen wie Handwerkern, Postlern, Polizisten und passionierten Campern. Die Wurzeln des nun von VW heraufbeschworenen „Mythos“ rund um den einst kulleräugigen, heute eher kantig wirkenden Kleintransporter, reichen zurück bis in die 60er und 70er Jahre: Auf den „Hippie-Trails“ über Istanbul, Teheran und Kabul nach Goa in Indien begegneten sich damals viele „Bullis“ auf staubigen Pisten.

Die weltreisende Jugend stand auf den Bus: Das Klein-Mobil brauchte vergleichsweise wenig Sprit, war robust und bot genug Platz zum Übernachten. Auch in den USA zogen viele Freaks in mit Peace-Zeichen, Blumen und psychedelischen Mustern bemalten VW-Bussen in die Landkommunen Kaliforniens oder nach San Francisco.

Vom seit 1967 gebauten Nachfolgemodell des ersten VW „Bullis“, dem T 2, wurde ein Viertel der bis 1979 insgesamt drei Millionen Einheiten in den Vereinigten Staaten verkauft. Während im VW-Nutzfahrzeugwerk in Hannover seit 2003 die bislang fünfte Auflage des Kleintransporters fabriziert wird, laufen bei Volkswagen Brasilien sogar bis heute noch Busse vom Band, die dem T 2 von einst stark ähneln.

Angefangen hat die „Bulli“-Story 1947, als der niederländische Autoimporteur Ben Pon umgebaute Käfer-Chassis auf dem VW-Werksgelände in Wolfsburg sah, mit denen Volkswagen-Mitarbeiter Lasten transportierten. Sofort entwickelte Pon die Mobile mit einer Zeichnung weiter, auf der sich bereits erste wichtige Kennzeichen des „Bullis“ erkennen lassen: Frontlenker, Heckmotor, dazwischen eine glatte Ladefläche.

1950 lief der erste Bus vom Band: 25 Pferdestärken, 100 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit, 5.850 Mark. Ein Spitzname war schnell gefunden: „Bulli“, kurz für Bus und Lieferwagen. 1951 kam bereits die erste Camping-Version auf den Markt, bis 1960 hatte der VW-Bus Winker statt Blinker. Seit 1956 wird er im weltweit zweiten Volkswagen-Werk in Hannover produziert. Heute ist VW Nutzfahrzeuge der größte Arbeitgeber der Stadt. 15 000 Menschen arbeiten hier.

Volkswagen will aus dem „Kult“-Faktor des Busses für weitere Generationen des Transporters Honig saugen: „Der „Bulli' ist Emotion pur“, sagte Markenvorstand Harald Schomburg. Der VW-Bus sei „in den Köpfen der Menschen mit Freiheit, Reisen und Individualität verbunden“. Nun sollten jung wie alt durch die „Liebe zur T-Baureihe“ verbunden werden. Die 60-Jahr-Feier des Kleintransporters in Hannover könnte der Auftakt für weitere Events rund um den Bus sein. Schomburg: „Unsere Marke weiter emotional aufzuladen ist das Ziel der nächsten Jahre“.

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