In einer weiteren Entwicklungsstufe ist auch die Erkennung von Stopp- oder Vorfahrtsschildern denkbar. Außerdem könnte das System mit anderen Assistenten wie dem Tempomat verknüpft werden und so eine erlaubte Geschwindigkeit halten, sagt Giesen und verweist auf die Unfallstatistik: "Schließlich ist nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache der meisten und der folgenschwersten Karambolagen."
Eher übermorgen als morgen werden Autos laut Giesen mit Hilfe einer zweiten Kamera sogar räumlich sehen können. Sobald sie stehende Objekte erkennen, werde etwa ein Baustellen-Assistent möglich, der Fahrer auf der Autobahn sicher durch eine Gasse von Barken führen kann. Mittelfristig wollen die Entwickler auch bewegte Objekte erkennen sowie deren Richtung und Geschwindigkeit analysieren können. Dann könnte der Fahrer gewarnt werden, wenn Fußgänger und Radfahrer oder andere Autos in seinen Fahrkorridor einzudringen drohen.
Damit liegen die Entwickler auf einer Linie mit Unfallforscher Kühn, der bei allen optischen Assistenzsystemen hohe Erwartungen an die Objekterkennung knüpft. Natürlich sei es für den Fahrer schon eine Hilfe, wenn er Gefahren leichter sehen kann. Doch bleibe dann immer noch die Gefahr des Übersehens. "Wenn man ihn aber aktiv vor Risiken warnt, wird die Zahl der Unfälle spürbar zurückgehen."
