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15.11.2006 
Von Autorennfahrer Klaus Ludwig getestet

Ford S-Max: Papas neuer Liebling

von Aufgezeichnet von Franz Rother

Autorennfahrer Klaus Ludwig testete den Ford S-Max, den Sportler unter den Vans. Ein Erlebnisbericht.

Lupe

Mit der Marke Ford habe ich im Verlauf meiner Motorsportkarriere unglaubliche Erfolge erzielt, damals in den Siebziger- und vor allem den späten Achtzigerjahren. Mit einem Ford Capri fuhr ich in den Deutschen Rennsport-Meisterschaften meine ersten Siege ein, mit einem 560 PS starken Turbo-Capri gewann ich 1981 die Deutsche Rennsport-Meisterschaft, mit einem Ford Sierra Cosworth wurde ich 1987 Vizeweltmeister. Das war eine tolle Zeit.

Ford war damals die Marke, die es zu schlagen galt, im Tourenwagensport, aber auch - was heute fast schon wieder vergessen ist - in der Formel 1. Ford hat sich inzwischen leider weitgehend vom Spitzensport zurückgezogen, nur in der Rallye-Weltmeisterschaft mischt man noch mit. Dafür geben sich die Serienfahrzeuge seit einiger Zeit wieder sehr sportlich.

Mit dem neuen S-Max, den ich in der 220 PS starken Topversion testen konnte, will Ford sogar eine neue Fahrzeugkategorie schaffen: den Sport-Van, eine Mischung aus Sportwagen und Großraum-Limousine. Hält das Auto, was die Werbung verspricht - die Verbindung von Dynamik mit einem hohen Maß an Komfort und Flexibilität? Bei einem ausführlichen Test in der Eifel und auf meiner Hausstrecke, der Nordschleife des Nürburgrings, musste der S-Max zeigen, was in ihm steckt.

Schein und Sein

Die Leser von "Auto-Bild" haben den S-Max kürzlich zum schönsten Van Europas gewählt. Nun ja, über das Urteil kann man sich sicher streiten. Aber man muss den Ford-Designern bescheinigen, dem knapp 4,80 Meter langen und fast zwei Meter breiten Auto ein interessantes Blechkleid verpasst zu haben, das sich wohltuend von den Kastenwagen in diesem Segment abhebt.


Von Alfa bis Zonda:
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Angedeutete Lufteinlässe hinter den vorderen, stark ausgestellten Radkästen, ein markanter Kühlergrill mit großen Nüstern sowie zwei Auspuffrohre am Heck verheißen schon im Stand Sportlichkeit und Schnelligkeit. Die flache Windschutzscheibe und das wie bei einem Coupé nach hinten gezogene Dach verleihen dem Van eine elegante flache Silhouette. Auch das sauber verarbeitete Interieur schmeichelt mit Linienführung und Materialauswahl dem Auge des Betrachters, zahlreiche Zierteile in Silbermatt-Optik sollen sportliche Assoziationen wecken.

Wichtiger ist mir, dass das Lederlenkrad und der Schaltknauf gut in der Hand liegen und die Schalter und Hebel mir keine Rätsel aufgeben. Die Ergonomie ist durchaus vorbildlich. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Van-typische Sitzposition des Fahrers weit hinter der Frontscheibe: Wo die Motorhaube endet und das Heck des Vordermanns beginnt, lässt sich von hier aus nur erahnen. Die elektronischen Park-Piepser sollte man deshalb unbedingt ankreuzen, wenn man die Ausstattung seines persönlichen Traumwagens zusammenstellt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Saus und Braus

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