Start nur mit V6-Motoren
Im eckigen Vorbau bietet Mercedes zunächst die Wahl zwischen drei Sechszylindern, unter denen mit dem 165 kW/224 PS starken GLK 320 CDI vorerst nur ein Diesel ist. Erst im Frühjahr kommt als einziger Vierzylinder ein neuer Selbstzünder mit 125 kW/170 PS, der den Normverbrauch auf respektable 6,9 Liter drücken wird. Bei den Benzinern beginnt das Programm mit dem GLK 280 (170 kW/231 PS) und reicht hinauf bis zum GLK 350, der mit 200 kW/272 PS die Leistungsspitze markiert. Zwar hat dieser Motor mit maximal 350 Newtonmetern allemal genügend Anzugskraft für den 1,8 Tonnen schweren Wagen. Und ein Sprintwert von 6,7 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometer pro Stunde (km/h) gehen in Ordnung. Doch als sportlich geht der GLK damit nicht durch: Dafür fehlen dem Motor der kernige Klang und der nötige Biss, dem Fahrwerk selbst mit Sportpaket die Härte und der Lenkung die Bestimmtheit. Aber wer will mit einem Elefantenbaby schon zum Kräftemessen?
Fazit: Ein Charaktertyp mit guten Chancen
So kantig wie der GLK außen aussieht, wurde auch der Innenraum gestaltet, dessen Platzverhältnisse bis auf den Kofferraum (450 Liter) ungefähr einer C-Klasse entsprechen. Natürlich kennt man viele Bedienelemente vom Vier-Speichen-Lenkrad bis zu den neuen Multimedia-Geräten. Doch sind die Puzzlestücke in sehr viel eckigeren Konsolen zusammengeführt worden. Aber auch hier machen Materialauswahl und Verarbeitung jenen vorbildlichen Eindruck, den man beim Premium-Preis des GLK auch erwarten darf. Und die Ausstattung ist ordentlich. Mit dem neuen Format und dem eigenständigen Design hat Mercedes für den GLK eine Nische auf Straße und Schotterpiste gefunden. Und das genau zur rechten Zeit. Denn wenn große Geländewagen zusehends weiter in die Kritik geraten, kommt ein kleiner Kraxler gerade recht.
