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17.09.2007 

Bei Dieben besonders beliebt: Multimedia-Anlagen im Armaturenbrett. Neben Radio-Funktionen übernehmen moderne Geräte das Abspielen von CDs und die Navigation.  Bei diesem VW-Gerät vermisst man allerdings den iPod-Anschluss. Foto: dpaLupe

Bei Dieben besonders beliebt: Multimedia-Anlagen im Armaturenbrett. Neben Radio-Funktionen übernehmen moderne Geräte das Abspielen von CDs und die Navigation. Bei diesem VW-Gerät vermisst man allerdings den iPod-Anschluss. Foto: dpa

Auch bei anderen gibt es erste Pilotanwendungen. So hat Harman-Becker einen ersten Prototypen gezeigt, der die Sehenswürdigkeiten und damit auch optischen Orientierungspunkte von Berlin abbildet. Dabei haben die Entwickler darauf geachtet, sich auf das Wesentliche zu beschränken. „Normale“ Gebäude werden als graue Klötze gezeigt, markante wie der Reichstag oder das Brandenburger Tor en detail.

Hersteller von Autos der Oberklasse wie BMW oder Daimler sind bislang auf dem europäischen Markt mit 3D-Navigation noch relativ zurückhaltend. BMW hat die entsprechenden Technologien zwar einsatzreif, bietet sie aber derzeit nur auf dem japanischen Markt an. Da die dreidimensionale Navigation mehr Computerpower braucht, sind die Modelle mit einer zusätzlichen Festplatte ausgestattet. Die Integration in weitere Märkte sei durchaus denkbar, so die Münchner. Einen Zeitplan gibt es dafür jedoch noch nicht.

Bei Daimler gibt es für die S-Klasse, die großen Coupés und Fahrzeuge der neuen C-Klasse Ansichten aus der Vogelperspektive, jedoch keine detailgetreue Abbildung. „Zu gegebener Zeit werden wir prüfen, ob das Kartenmaterial und die Gesamtperformance unseren Vorstellungen eines komfortablen Navigationssystems entspricht“, heißt es beim Stuttgarter Autobauer zurückhaltend. Er setzt als entscheidende Verbesserung auf Spracheingabe der Route statt Eintippen auf dem Touchscreen.

Sicherheitsexperten können dem Zögern durchaus etwas abgewinnen. Die dreidimensionale Darstellung könne den Fahrer ablenken, argumentiert etwa der TÜV Rheinland. Auch kommt es darauf an, die Informationen wirklich aktuell zu halten, damit es nicht zu Irritationen kommt. Bereits heute dauert es häufig bis zu zwei Jahren, bis neue Straßen erfasst und auf den CD-ROMs in Systeme integriert sind. Auch Online-Aktualisierungen ohne Speichermedium wie CD-ROM bringen nur bedingt etwas. Der Flaschenhals ist nämlich nicht die Verbreitung der Informationen, sondern deren Erfassung. Bei veralteten Stadtplänen hilft auch der dreidimensionale Blick nicht weiter.



Lesen Sie weiter auf Seite 3: „Jeder Blick auf das Display lenkt ab“

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