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23.11.2005 
Matra Bagheera und Murena

Regelmäßige Anwärter für die "Silberne Zitrone"

Der Matra-Simca Bagheera und sein Nachfolger Murena sind etwas ganz Besonderes. Vor allem die Findigkeit der Erbauer bei der Sitzplatzsuche ist eine der vielen Besonderheiten dieser französischen Sportwagen.

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Der Murena trat die Bagheera-Nachfolge an. (Bild: Peugeot/dpa/gms)

dpa/gms PARIS. Die Autos Matra-Simca Bagheera und sein Nachfolger Murena sind etwas ganz Besonderes. Vor allem die Findigkeit der Erbauer bei der Sitzplatzsuche ist eine der vielen Besonderheiten dieser französischen Sportwagen.

Matra - der Name steht für eine vergleichsweise junge, aber recht wechselvolle Geschichte in Sachen Automobilbau. Gegründet wurde „Mécanique Aviation Traction“ (Matra) im Jahr 1945. Hauptaugenmerk waren zunächst der fliegerische Rüstungsbereich und später die Kunststoffverarbeitung. Nachdem Matra den Betrieb des Autobauers René Bonnet - für den man Karosserien baute - übernommen hatte, erschien 1967 der erste Matra-Sportwagen mit der Bezeichnung 530. Er verkaufte sich aber schlecht. Nach wenigen Jahren musste ein Nachfolger her.


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Für diesen wurde dem Konstrukteur Phillipe Guédon die bereits erwähnte Aufgabe ins Lastenheft geschrieben. Guédon löste die Aufgabe, einen Mittelmotorsportwagen für mehr als zwei Personen zu bauen, auf ungewohnte Weise: Der nur 1,17 Meter hohe Zweitürer überraschte bei seiner Präsentation 1973 mit zwei weiteren Sesseln neben dem Fahrersitz. Weil Matra eine Kooperation mit dem Hersteller Simca eingegangen war, der zu dieser Zeit zum Chrysler-Konzern gehörte, trug der Wagen die Herstellerbezeichnung Matra-Simca. Bei der Namensgebung zeigten die Verantwortlichen diesmal Fantasie: der Sportwagen hieß Bagheera nach dem Panther aus dem „Dschungelbuch“.

Der Matra-Simca machte diesem Namen alle Ehre - er war schön und auf die eine oder andere Art auch gefährlich. Schön war die kantig-flotte Frontpartie mit Klappscheinwerfern. Die Gefährlichkeit eines Panthers zeigte der Bagheera - der 84-PS-Motor beschleunigte ihn immerhin auf Tempo 185 - aber nicht in Form von kritischem Fahrverhalten oder ähnlichen Macken: Mancher Beobachter fürchtete beim Blick in den Innenraum eher um sein Augenlicht, schaute er doch anfangs auf Polster in giftigem Gelb und Schwarz. Hinzu kam ein exzentrisch gestaltetes Cockpit, das nicht von allen Fahrern als schön empfunden wurde.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: 81er Nachfolger ließ Fehler vergessen

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