Mehr Glas als in jedem anderen Kleinwagen
Zum großen Laderaum gibt es ein freundliches und helles Interieur mit etwa einem Quadratmeter mehr Glas als bei einem konventionellen Fahrzeug dieses Formats. Damit wirkt selbst ein kleiner Van wohnlich und geräumig. Die Materialauswahl macht einen soliden Eindruck, die Verarbeitung wirkt gründlich, und alle Bedienelemente liegen gut zur Hand. Nur im Fußraum des Fahrers geht es etwas eng zu. Wie jeder Van hat der Modus eine stattliche Anzahl praktischer Ablagen, die vom Geheimfach im Wagenboden bis zum Handtaschenhalter im Beifahrersitz reichen. Neu und nur für den Großen verfügbar sind die beiden Klappen in der Dachkonsole, die an Gepäckfächer im Flugzeug erinnern.
Unverändert ist der Antrieb. Beide Varianten bedienen sich aus der Motorenpalette des Clio und werden mit drei Benzinern und vier Dieseln angeboten, die ein Leistungsspektrum von 50 kW/68 PS bis 82 kW/112 PS abdecken. Bei Kleinwagen kann man hohe Leistung getrost kritisieren, bei einem kleinen Van allerdings ist das etwas anderes: Wer zum Beispiel mit drei Erwachsenen und viel Gepäck unterwegs ist, wird spätestens auf einer hügeligen Landstraße die 76 kW/103 PS des stärksten Diesels zu schätzen wissen. Selbst hier muss man noch oft genug zum hochgesetzten Schaltknauf greifen, wenn man den Schwung nicht verlieren möchte. Doch mit maximal 240 Newtonmetern ist stets genügend Anzugskraft vorhanden. Auf der Autobahn rollt der Modus locker und leise mit und schafft im Ernstfall mehr als 180 Sachen. Und mit einem Normverbrauch von 4,8 Litern geht er auch als Saubermann durch: Schließlich liegt der CO2-Ausstoß bei 127 Gramm pro Kilometern, und gegen die Partikel setzt Renault auf einen Filter.
Fazit: Viel Ausstattung nur gegen Aufpreis
Auf dem Papier kostet der Grand Modus nicht mehr als sein kleiner Bruder. Beide Vans starten bei 12 950 Euro. Allerdings gehören beim kleinen dann Klimaanlage und CD-Radio schon zur Serienausstattung, während der große etwas karg bestückt ist. Leider gilt das für beide auch in Sachen Sicherheit: Vier Airbags und ABS sind zwar Standard, aber die Vorhang-Airbags gibt es erst in den höheren Ausstattungsniveaus und ESP nur bei den beiden stärksten Motoren. Bei Kleinwagen ist das zwar gängige Praxis, doch für ein erklärtes Familienauto ist das zu wenig. Aber für Bedenkenträger hat Produktmanager Hüttl einen Trost: Wenigstens gegen Aufpreis kann man den Schleuderschutz für fast alle Modelle bestellen.
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