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14.12.2007 
Postinetts Teststrecke: Toshiba Portegé R400

Der ultimative Kick für E-Mail-Junkies

von Axel Postinett

Es bedarf schon einiger guter Gründe, um heute noch fast 3 500 Euro für einen Laptop auszugeben. Das Toshiba Portegé R400 mit integrierter 3-G-Technik und HSDPA-Hochgeschwindigkeits-Datenfunk hat sie alle. Auch in zugeklapptem Zustand zeigt ein Display auf der Vorderseite den Eingang neuer E-Mails an. Mobiles Arbeiten leicht gemacht.

HB. Der weiße Laptop mit dem empfindlichen Klavierlackfinish ist Mobilität pur, der ultimative Kick für den Business-E-Mail- und Internet-Junkie. Daneben verfügt der Toshiba-Schönling über ausgereifte Sicherheits- und Zugangskontrollen, die der Tatsache Rechnung tragen, dass der Datenverlust heutzutage oft kritischer ist als der Verlust des Geräts. Im Test funktionierte die biometrische Zugangskontrolle mittels Fingerabruck zuverlässig. Die Registrierung der Finger dauerte nur wenige Minuten und nur selten verweigerte der Portégé hinterher den Zugriff. Spätestens nach dem dritten oder vierten Fingerscan war auch dann wieder alles im Lot und Zugang gewährt.

Ein absolutes Highlight der R-Modelle ist das LCD-Display, dass statt mit herkömmlichen Röhren von LEDs hinterleuchtet wird. Super-brilliant, hoher Kontrast, natürliche Farben. So muss das sein. Das Testgerät war mit einem stromsparenden Intel Core Duo U2500 und 2 Gigabyte-Hauptspeicher gut ausgerüstet. Vor allem der Speicherausbau ist wichtig, da sich der Grafikchip seinen Speicher vom Hauptspeicher abzwackt. Hier beim Kauf nicht sparen. Die Arbeitsgeschwindigkeit war zufriedenstellend, Wartezeiten gab es kaum.

Über 3G-Netze kann der Portégé R400 in Echtzeit Push-E-Mails erhalten. Basierend auf Microsoft Active Notifications lassen sich Benachrichtigungen, E-Mails und Kalenderupdates empfangen. Allerdings ist dafür eine eingerichtete Infrastruktur mit Microsoft Exchange Server Voraussetzung. Ein kleines Display auf der Vorderseite zeigt auch im zugeklappten Zustand nicht nur den Eingang neuer Mails an. Es werden auch die Kopfzeilen eingeblendet und anstehende Termine. Das ist sehr hilfreich und akkusparend im Zug oder sonst unterwegs, wenn man eigentlich nur auf eine bestimmte Mail wartet und nicht alle zehn Minuten den ganzen Rechner anschmeißen will.

Je nach Einstellung werden die Mails auch komplett samt Anhang im Hintergrund geladen. Vorsicht: Das empfiehlt sich nur bei einem Mobilfunk-Vertrag mit Datenflatrate und nicht im Roamingbetrieb. Das kann richtig teuer werden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mobiles Arbeiten.

Das R400 lässt sich als Laptop mit Hackbrett, vulgo Tastatur, verwenden und als Tablet PC. Dafür wird der Deckel senkrecht aufgeklappt, um das mittlere der drei stabil wirkenden Scharniere gedreht und mit der Bildschirmseite nach oben wieder zugeklappt. Wird das Gerät senkrecht oder waagerecht wie ein Notizblock im Arm gehalten, genügt ein Knopfdruck, um die Bildschirmausrichtung im laufenden Betrieb anzupassen. Praktisch.

Die Bedienung des Berührungsbildschirms erfolgt im Tablet-Modus mit einem Touchstift. Nicht so kultig wie mit einem iPhone, aber sehr praktisch. Die Handschriftenerkennung und die Tablet-PC-Software haben unter Windows Vista deutliche Fortschritte gemacht im Vergleich zur lahmen XP-Version. Je winziger die Bedienelemente eines Programms, um so nerviger die Tablet-Bedienung. Vista jedenfalls lässt sich fast komplett mit dem Stift steuern und auch die Office-Suite kommt gut mit dem Tablet klar.

Die SIM-Karte sollte bereits beim Kauf vom Händler eingebaut werden (mitbringen oder beim Händler mit Vertrag erwerben). Nur Hartgesotten sollten den Selbsteinbau wagen. Da steigt schon mal der Adrenalinspiegel kräftig an. Warum kann es nicht ein Schubfach an der Seite sein? Dann könnte man schnell die Karte aus dem Handy nehmen, wenn man es eilig hat.

Fazit: Teuer, aber sauber durchdacht und konsequent auf mobiles Arbeiten ausgerichtet. Dabei auch noch ansprechend im Design und mit einem Sicherheitsniveau auf absolutem Profi-Niveau.

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