Weniger dagegen an den Autofokus, der sich in der Tele-Einstellung des Objektivs Zeit lässt und schon mal unerwartet früh "Low Light" zeigt, was die Scharfstellung erschwert.
Die 830s wartet mit der üblichen Palette von Bildprogrammen und einem Blitz auf, der für Innenaufnahmen reicht. Die Stromversorgung übernehmen zwei AA-Batterien statt eines Akkus. Positiv: kein lästiges Netzteil im Koffer. Negativ: Man sollte immer Ersatzbatterien in der Tasche haben. Als Speicher dienen preisgünstige SD-Karten. Obwohl das Gehäuse recht voluminös ist, fand nur ein Micro-USB-Anschluss Platz. Schade, Standard-USB ist weiter verbreitet. Der Anschluss an den PC als Massenspeicher klappte problemlos.
Bild- und Farbqualität entsprachen im Test absolut dem, was man von einer knapp 150 Euro teuren Kamera erwarten kann. Erst recht, wenn man ab und zu auch mal das erfreulicherweise integrierte Stativgewinde nutzt. Ein kleiner Standfuß erhöht die Bildausbeute noch einmal deutlich. Das 36- bis 108-Millimeter-3-fach-Zoomobjektiv (Werte umgerechnet auf 36 Millimeter-Film) liegt gut geschützt hinter dem stabilen Verschluss. Zum Standard in dieser Klasse gehören einfache Videofunktionen und Tonaufnahmen. Zum Spielberg des Digitalzeitalters wird man damit aber nicht.
Fazit: Die verbaute Technik ist bewährte digitale Hausmannskost aus Asien. Das Design ist funktional schlicht und der Sensor der Pfiff, nicht nur für Nostalgiker. Der Preis ist da gerade noch angemessen. Manko: Agfa hat zwar den Anti-Verwackelsensor auf den roten Punkt gebracht. Ausgeklügelte digitale oder optische Bildstabilisatoren wie bei der (meist teureren) Konkurrenz aus Japan ersetzt das nicht. Hier sollte Agfa nachbessern. Alternative in der Preisklasse: die Lumix DMC-LS 80 von Panasonic
mit acht Megapixel, Batteriebetrieb, 3-fach-Zoom und optischem Bildstabilisator.


