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09.02.2007 
Postinetts Teststrecke: Graphire4

Vista auf dem silbernen Tablet-PC serviert

von Axel Postinett

Eines der zu Unrecht noch wenig beachteten Features von Windows Vista ist die deutlich verbesserte Handschriftenerkennung. Das konnte ich mir live in Redmond bei Microsoft schon anschauen. In der Tat, die so genannten Tablet-Computer könnten vor einer Renaissance stehen.

Lupe

Warum dann nicht auch die Stift-Tablets überhaupt als Eingabegeräte am PC und Tastaturalternative? Gesagt, getan, ein Wacom Graphire 4 musste her und wurde an die frische Vista Ultimate Installation angedübelt. Und dann ging?s los.

Obwohl als Vista-ready beworben, streikten die Treiber. Die mitgelieferten verwöhnten mit dem Hinweis, dass die Tablet-Versionen nicht übereinstimmten (was immer das bedeuten mag). Also ins Internet und nach längerem Suchen einen Beta-Treiber für Vista auf der Homepage entdeckt. Na gut, dann eben den.

Danach funktionierte es dann wie erhofft. Ein kleines Schreibfenster lauert versteckt an der linken Bildschirmseite oder ein Stiftsymbol erscheint im geöffneten Textdokument oder der Suchleiste. Wer nun nicht auf die Tasten hacken will, klickt es an und eine Eingabezeile öffnet sich. Die Erkennungsrate der auf das Silber-Tablet gekrakelten Wörter ("unsichtbar" schreiben erfordert einiges an Übung) war erstaunlich gut. Ein fertiger Satz oder Absatz wird per Klick in das offene Dokument übertragen. Als Mausersatz wird der Stift schwebend über die Tabletfläche bewegt und am Ziel aufgetippt, das ist der Mausklick. Anfangs ist die Zielsicherheit gleich Null, aber das bessert sich mit der Zeit und das Arbeiten wird flotter.

Nur mit einer Schreibfläche (Stift-Tablet) stehen auch auf dem PC (außer Vista Home Basic) die Funktionen von "Microsoft Journal" zur Verfügung, das mit der Tablet PC Edition von XP eingeführt wurde. Damit können handschriftliche Notizen oder Skizzen festgehalten werden wie auf einem normalen Blatt Papier und später (die Texte natürlich) sogar durchsucht werden. Mit Vista und dem Graphire4 ist das prinzipiell sinnvoll und macht deutlich mehr Spaß als unter XP.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Unterschied zum "echten" Tablet-PC bleibt.

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