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26.03.2008 
Neue Studie

Klimawandel kostet Deutschland Milliarden

Bis zu 800 Milliarden Euro dürfte der Klimawandel Deutschland in den nächsten 50 Jahren kosten. Vor allem die ärmeren Bundesländer werden finanziell unter den Folgen der globalen Veränderung zu leiden haben, so eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Ausgetrocknetes Rheinbett bei Düsseldorf. Zunehmende Trockenheit ist eine der Folgen des Klimawandels in Deutschland. Foto: dpaLupe

Ausgetrocknetes Rheinbett bei Düsseldorf. Zunehmende Trockenheit ist eine der Folgen des Klimawandels in Deutschland. Foto: dpa

HB HAMBURG. Der Klimawandel kostet Deutschland in den kommenden 50 Jahren einer Studie zufolge bis zu 800 Milliarden Euro. Die Analyse veröffentlichte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW/Berlin) am Mittwoch. „Dabei werden die Folgeschäden des Klimawandels für die ärmeren Bundesländer deutlich stärker zu Buche schlagen als für die wohlhabenden Ländern“, sagte die Energieexpertin des DIW, Professorin Claudia Kemfert, zum Auftakt des „Extremwetter-Kongresses“ in Hamburg.

Bezogen auf die Wirtschaftskraft seien Sachsen-Anhalt, Rheinland- Pfalz und Thüringen am stärksten von den Klimakosten betroffen, erläuterte Kemfert. „Ökonomische Schäden werden aber in allen Bundesländern zunehmen.“ Dazu gehörten Überflutungsschäden, aber auch Wasserknappheit und zunehmende Waldbrandgefahr. „Durch extrem heiße Sommer wird in Zukunft gerade in Südwestdeutschland die Land- und Forstwirtschaft mit Wasserknappheit rechnen müssen.“

In extremen Hitzeperioden werde aufgrund des Niedrigwassers in einigen Flüssen nicht genug Wasser vorhanden sein, um Kraftwerke ausreichend mit Kühlwasser zu versorgen. Das berge Risiken für die Energieversorgung, wie auch Stürme, Hagel oder extreme Eislasten, sagte Kemfert. Positive Effekte habe der Klimawandel aber etwa für den Tourismus an Nord- und Ostsee.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wird das ewige Eis brüchig?

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