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06.12.2007 

Schifffahrt: Wenn der kontinuierliche Nachschub aus den Gletschern im Sommer ausbleibt, steigt die Zahl der Niedrigwasserperioden vor allem beim Rhein an. Elbe und Oder, die nicht von Gletschern gespeist werden, sind möglicherweise nicht mehr schiffbar.

Regen: Die Niederschlagsmenge im Sommer wird sich in ganz Deutschland um 5 bis 40 Prozent verringern. Trotzdem wird die Zahl der Überschwemmungen aufgrund von starken Regengüssen steigen. Dürreperioden und schwere Regenfälle lösen einander ab.

Krankheiten: Höhere Durchschnittstemperaturen ziehen subtropische Krankheitserreger an, die Tsetsefliege etwa, die die Schlafkrankheit überträgt, oder die Anophelesmücke, die Malaria auslöst.

Landwirtschaft: Die zu erwartenden höheren Erträge aufgrund des Klimawandels sind gleich wieder in Gefahr, weil länger anhaltende Dürreperioden und schwerste Regenfälle zunehmen, die zu Überschwemmungen führen. Mehr Wärme bedeutet auch mehr Pflanzenschädlinge.

Energie: Wenn wegen Niedrigwasser Transporte von mit dem Schiff nicht mehr möglich sind, müssen Kraftwerke, die mit Steinkohle befeuert werden, abgeschaltet werden.

Migration: Der Mangel an Nahrungsmitteln und Trinkwasser in Afrika verstärkt den Flüchtlingsstrom.

Produktivität: Bei Temperaturen in den Büros von über 22 Grad Celsius sinkt die Produktivität der Mitarbeiter um fünf Prozent pro Grad.

Gesundheit: Die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, steigt.

Positive Folgen des Klimawandels

Tourismus: Vor allem an den Nord- und Ostseestränden verlängert sich die Sommersaison.

Energie: Längere Sonnenscheindauer erhöht die Ausbeute an Solarstrom und solarer Wärme, die zur Warmwassererzeugung, in der Übergangszeit auch zum Heizen genutzt werden kann. Der Bedarf an Heizöl und Erdgas sinkt.

Landwirtschaft: Der Ertrag von Wärme liebenden Pflanzen wie Mais wird steigen. Aufgrund des höheren Kohlendioxid-Gehalts in der Luft wachsen Pflanzen schneller. In Süddeutschland lässt sich langfristig sogar die Futtermittelpflanze Soja anbauen. Klassische Feldfrüchte wie Kartoffeln, Roggen und Hafer werden dafür weichen.

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