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07.03.2008 

Inzwischen zerstören die Eindringlinge auf den fremden Computern die Daten aber nicht mehr - wie früher -, sondern stehlen sie. Spionage und Datendiebstahl sind deshalb eine ernste Gefahr für Unternehmen. "Industriespionage findet heute über das Internet statt", sagt Georg Magg, der Chef von Integralis, eines auf IT-Sicherheit spezialisierten Beratungshauses aus München.

Nicht zu unterschätzen sei zudem der Diebstahl wichtiger Informationen durch die eigenen Mitarbeiter. Die Unternehmensberatung Steria Mummert hat herausgefunden, dass ein Drittel aller IT-Sicherheitsverstöße in Unternehmen von den eigenen Mitarbeitern verursacht wird. "Daher messen wir die Informationsströme in Unternehmen. So können wir verdächtige Bewegungen erkennen", sagt der Integralis-Chef. Doch nicht immer steckt kriminelle Energie dahinter, oft aktivieren die Leute auch unbeabsichtigt bösartige Programme.


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Um den Datenklau möglichst schwer zu machen, sind nicht immer teure Programm nötig. So würde es laut Magg bereits reichen, wenn die Unternehmen den Zugriff auf die internen Informationen strenger regeln würden: "Bei der Rechtevergabe sehen wir noch großen Nachholbedarf." Nur wenige Betriebe nutzen moderne Verfahren, um zu überprüfen, wer wirklich vor dem Bildschirm sitzt. Dabei sind Rechner mit Fingerabdruck-Sensoren nur wenig teurer als herkömmliche Geräte.

Was schon im Büro schwierig ist, wird unterwegs zur Herkulesaufgabe: Die IT-Abteilungen von Unternehmen müssen dafür sorgen, dass auch mobile Geräte sicher sind. Einerseits geht es darum, dass kein Fremder auf die gespeicherten Informationen zugreifen kann, wenn das Gerät verloren geht. Andererseits soll niemand die Chance bekommen, den Datenverkehr mitzuverfolgen, es wird also eine Verschlüsselung benötigt.

Um die verschiedenen Anforderungen unter einen Hut zu bekommen, holen sich immer mehr Konzerne Spezialanbieter an Bord, die ihnen ein umfassendes Sicherheitspaket schnüren. Daher läuft das Geschäft von Unternehmen wie Integralis derzeit wie geschmiert. "Unsere Berater sind sechs Monate ausgebucht", sagt der Integralis-Chef. Die Firma stellt für Unternehmenskunden individuelle Sicherheitskonzepte zusammen und sucht dazu auch die jeweils passende Soft- und Hardware von verschiedenen Anbietern aus. Und nicht nur das: Integralis überwacht auch rund um die Uhr die IT-Netze von Unternehmen.


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