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12.03.2007 
Mitmach-Internet und Handy-TV

Mobilfunker setzen auf den Datenfunk

Wenn der Markt nahezu gesättigt ist und die Preise stetig fallen müssen dringend neue Umsatzquellen her. Das wissen auch die deutschen Mobilfunkanbieter und setzen nun massiv auf Mitmach-Internet und Handy-TV. So soll ein regelrechter Datenboom entstehen und die UMTS-Investition endlich einmal richtig Freude bereiten. Die Erfolgsaussichten werden von Experten jedoch unterschiedlich beurteilt.

Mit Handy-TV wollen die Mobilfunker neue Umsätze generieren. Foto: NokiaLupe

Mit Handy-TV wollen die Mobilfunker neue Umsätze generieren. Foto: Nokia

HB DÜSSELDORF. Besonders Vodafone hat im Vorfeld der größten Hightechmesse der Welt schon mannigfach gezeigt, wie Internet auf dem Handy aussehen kann: Eine Partnerschaft mit Google Maps soll dem Nutzer standortbezogene Informationen liefern, die Kooperation mit Ebay die Teilnahme an mobilen Auktionen ermöglichen, zusammen mit den Web-2.0-Plattformen MySpace und Youtoube pusht der Mobilfunkriese das Modethema soziale Netzwerke.

Rein technisch steht solchen Anwendungen jetzt nichts mehr im Wege. UMTS wird durch Weiterentwicklungen immer schneller: In Hannover demonstrieren Vodafone und T-Mobile bereits Übertragungsgeschwindigkeiten von über sieben Megabit pro Sekunde - das ist mehr, als ein DSL-Standardanschluss schafft. Zudem wird es nach Ansicht von Experten bei den Preisen einen Rutsch nach unten geben, so dass der mobile Datenverkehr endlich erschwinglicher wird.


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Bei den Verbrauchern dürften zumindest einige Dienste wie der mobile Wegweiser zum nächsten Kino oder Restaurant gut ankommen. Nur viel Geld verdienen lässt sich mit alledem zumindest vorerst wohl nicht. "Über den reinen Traffic im Netz hinaus geht zunächst nur ein kleiner Teil der Umsätze an die Mobilfunker", prophezeit Stephan Zoll von der Unternehmensberatung Mercer.

Während das mobile Web Formen annimmt, kommt das Handy-Fernsehen nur schleppend voran. Via UMTS ist es nur begrenzt und nicht wirtschaftlich nutzbar. Und die Einführung der zukunftsweisenden Rundfunk-Übertragungstechnik DVB-H lässt auf sich warten, weil die Lizenzen in Deutschland noch nicht vergeben sind. Bis Ende dieses Jahres soll es aber soweit sein. Und die EU-Kommission wird auf der Cebit eine Initiative zur Förderung des mobilen Kinos in Europa starten.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Handy-TV kostet Anbieter zunächst einmal viel Geld

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