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03.03.2008 

Analog zur Autobranche, die inzwischen immer sparsamere Motoren anbietet, hat auch die IT-Industrie Konzepte für einen geringeren Stromverbrauch im Angebot. Bernd Bischoff, Chef von Fujitsu Siemens Computers (FSC), erläutert den Ansatz seiner Firma, die größter europäischer PC-Produzent ist: "Schon seit einigen Jahren verfolgen wir das Konzept des dynamische Rechenzentrums. Dabei geht es darum, die Server-Kapazitäten besser zu nutzen, indem die Aufgaben sehr flexibel verteilt werden. Auch die Virtualisierung haben wir früh angegangen. Darunter versteht man die Aufteilung von Servern in einzelne, virtuelle Maschinen. Auch das führt zu einer höheren Auslastung."

Moderne, effizientere Rechner sind aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist Software, mit der Unternehmen ihre Abläufe so organisieren können, dass die Umwelt weniger belastet wird. Hier können Unternehmen sogar deutlich mehr fürs Klima tun als mit neuen Computern und modernen Rechenzentren. "Im Durchschnitt werden mehr als 97 Prozent der CO2-Emissionen eines Unternehmens durch das Kerngeschäft verursacht", sagt Marcus Eul. Der Betriebswirt ist Autor einer Studie, in der die Beratungsfirma AT Kearney die grüne Bewegung in der Informationstechnologie unter die Lupe genommen hat.

Es sei für Unternehmen nicht schwer, durch moderne IT einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, meint Eul: Mit Videokonferenzen können Firmen auf Flugreisen verzichten. Oder der weltweite Einkauf wird nicht mehr nur nach Preis und Qualität, sondern auch nach ökologischen Kriterien gesteuert, etwa den Entfernungen der Lieferanten zum Werk. Und optimierte Fahrtrouten könnten dem Spediteur viel Geld und Benzin sparen - und zudem die Umwelt von Abgasen verschonen.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Das Umdenken hat begonnen.

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