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Tennis Australian Open: Tennis: Protest mit Regenbogenflaggen

Regenbogenflaggen über der Margaret-Court-Arena: Aktivisten haben vor Beginn der Australian Open in Melbourne zu Protesten aufgerufen.

Stein des Anstoßes: Tennis-Ikone Margaret Court Quelle: SID
Stein des Anstoßes: Tennis-Ikone Margaret Court Quelle: SID

Melbourne (SID) - Regenbogenflaggen über der Margaret-Court-Arena: Aktivisten haben vor Beginn der Australian Open in Melbourne zu Protesten aufgerufen. Nicht von ungefähr, hat doch Margaret Court, Namensgeberin der Arena und Grande Dame des australischen Tennissports, erst kürzlich in der heimischen Presse erneut über ihre religiösen Ansichten gesprochen. Court, die 24 Grand-Slam-Titel im Einzel sammelte, ist mittlerweile Pastorin der Victory-Life-Center-Kirche in Perth und ist strikt gegen gleichgeschlechtliche Eheschließungen.

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"Ich glaube, eine Ehe ist etwas zwischen einem Mann und einer Frau", sagte die 69-Jährige im Vorfeld des ersten Grand-Slam-Turniers 2012. Dann wurde sie deutlicher und bezeichnete den Kampf um die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen als Förderung "ungesunder" und "unnatürlicher" Partnerschaften. Mit diesen und ähnlichen Äußerungen sorgte Court nicht nur für einen Popularitätsschub der Proteste, sondern handelte sich auch Ärger mit den Tennis-Ikonen Martina Navratilova und Billie Jean King ein, beide bekennende Homosexuelle.

"Martina, Gott liebt dich, aber aus einem Unrecht kann man nie ein Recht machen. Versuche nicht, mich zu ändern", konterte Court die Kritik von Navratilova: "Tatsächlich liebe ich Homosexuelle. Ich habe nichts gegen sie. Das ist nur meine Meinung zu gleichgeschlechtlichen Ehen, und es steht in der Schrift. Die Bibel wird immer die Fernsehzeitung meines Lebens sein", so Court weiter.

Eheschließungen von Homosexuellen sind in einigen Ländern bereits erlaubt, in Australien bleiben sie verboten. Die Proteste bei den Australian Open sollen den Kampf der homosexuellen Gemeinde für eine Legalisierung unterstützen. Die nationale Kampagne "Equal Love" unterstützt die Initiative und erwartet mindestens 1000 Teilnehmer.

Die Veranstalter wollten sich zu ihrem Umgang mit den Protesten nicht äußern. "Wir werden unseren ganz normalen Sicherheitscheck vor Beginn des Turniers durchführen, und natürlich ist das etwas, dass wir bedenken werden und worauf wir uns vorbereiten müssen", sagte Turnierdirektor Craig Tiley. "Margaret Court hat mehr Grand-Slam-Titel gewonnen als jede andere Spielerin. Sie ist eine Legende des Sports. Aber ihre persönlichen Ansichten sind nicht die des autralischen Tennisverbandes", sagte Tiley.

Quelle: SID
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